Projekt Beschreibung

Salzburg | Ausgabe 1 | Winter 2020

Siebdruckvorlagen, Farbtuben, Tiegel, Flaschen in allen Schattierungen. Eine Magnetwand mit Zeitungsausschnitten, Fotos, eine Landkarte von Nevada. Eine Fotokamera, CD’s und jede Menge Bücher. Ein Blick in Andreas Reimanns Atelier: Der Künstler saugt seine Umgebung auf wie ein Schwamm, stellt neu zusammen, interpretiert um.

„Für den Inhalt meiner Arbeit bin ich ein Sammler und Kombinierer: Formen, Fotografien, Werbung, Film und Natur mische ich neu auf – wie ein DJ. Ich bin ein Resampler und Remixer“, beschreibt Andreas Reimann sich selbst.

In seinen aktuellen Werken bietet Reimann ein Kaleidoskop fern von seinen bekannten Portraits und Themenumgebungen hin zur Abstraktion. Er geht in den Garten, durch die Stadt, sammelt neue Eindrücke und stellt sie in raffinierten Kompositionen dar. Inspirationen aus nächster Nähe, aus dem direkten Umfeld, landschaftliche Eindrücke vermischt mit Strukturen, entdeckt beim Spaziergang des neugierigen Auges.

Die Werke entstehen in vielen Schichten – Farbaufträge und Handsiebdrucke. Was dann dabei herauskommt, ist immer eine Überraschung. Wie die Farbschichten zusammen harmonieren, sieht man erst bei Fertigstellung.

Die USA als künstlerisches „Geburtsland“

Früh geprägt vom sogenannten „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, den USA, hat Andreas Reimann seinen Weg in die Kunstwelt beschritten. „Eine Interior-Designerin sah meine ersten Werke und brachte mich in Gang: Ich konnte Auftragsarbeiten für spezielle Räume gestalten, traumhafte Wohnungen und Villen am Meer. Alles war voll Farbe – im Gegensatz zu Wien. Aquamarine oder pfirsichfarbene Teppiche. 1985 – bunte Farbträume…“, schwärmt der Künstler. Für Reimann war dies eine komplett neue Erfahrung, eine Chance, sein inneres Farbgefühl weiterzuentwickeln.