Projekt Beschreibung

Hamburg | Ausgabe 24 | Herbst 2020

Früh geprägt vom „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ hat Andreas Reimann seinen Weg in die Kunstwelt beschritten. Die Sommer verbrachte er als Jugendlicher regelmäßig in South Carolina/USA, wohin er bis heute einen starken Bezug hat. Und so ist es nicht verwunderlich, dass genau das der Ort war, der Reimann zur Kunst bewegte und vor allem ermutigte.

Andreas Reimann KATE, Unikat, Foto: © Bettina Zadrazil

KATE, Unikat, Foto: © Bettina Zadrazil

„Eine Interior-Designerin sah meine ersten Werke und brachte mich in Gang: Ich konnte Auftragsarbeiten für spezielle Räume gestalten: traumhafte Wohnungen und Villen am Meer. Alles war voll Farbe – im Gegensatz zu Wien. In Hilton Head hatte man auch aquamarine oder pfirsichfarbene Teppiche. 1985 – bunte Farbträume“, schwärmt der Künstler. Reimann lernte Farben zu kombinieren und sein inneres Farbgefühl zu nutzen.

»Pop Art – modifiziert und auf seine Art weiterentwickelt: Dies umschreibt den Stil der Werke von Andreas Reimann wohl am besten. Seine Bildwelten zwischen Warhol und Rauschenberg, aber immer klar Reimann, geben Raum zur Reflexion der medialen Aneignung von Idolen, über ihren Verschleiß und ihren mythischen Kern.« „Die Welt“, Januar 2002

BLUEBIRD CAFÉ, Unikat, Foto: © Bettina Zadrazil

Erste Experimente in Pop Art

Für einen der größten Stars der damaligen Zeit, Tina Turner, gestaltete er ein Portrait und es gelang ihm etwas Großartiges: bei einem Konzert nahm sie das Bild in Empfang und präsentierte es vor tausenden Leuten auf der Bühne. „Das war mein Wink vom Schicksal, ich wusste: mach weiter, nutze dein Talent, gib nicht auf und gehe deinen Weg weiter als Künstler“, erinnert sich Andreas Reimann emotional an 1987.