Projekt Beschreibung

Hamburg | Ausgabe 24 | Herbst 2020

Wer die Stadtvilla des Auktionshauses Stahl im Graumannsweg 54 in Hamburg betritt, ist überwältigt. Während der Vorbesichtigung zu den Auktionen bietet sich ein Sinnenrausch, der seinesgleichen sucht.

Gemälde, Bronzen, Uhren und Schmuck bestimmen das Auktionsprogramm, dessen Schwerpunkte von Auktion zu Auktion variieren – je nachdem, welche Sammlungen eingeliefert wurden. „Mal sind es Altmeister und frühmittelalterliche Artefakte, mal Werke der Modernen und Zeitgenössischen Kunst und Skulptur, die den jeweiligen Katalog dominieren und der Ausstellung ihren besonderen und jedes Mal völlig neuen Reiz geben“, erklärt Christiana Stahl-Kerle, Geschäftsführerin des Hauses. „Überraschend ist das Programm aber nicht nur für die Besucher, sondern auch für uns“, so Stahl-Kerle weiter, „denn auch wir wissen vorher nie, was in den Sammlungen schlummert, zu deren Bewertung unsere Experten eingeladen werden. Vom Highlight der Auktion bis hin zu vollkommen ungeeigneten Objekten ist dabei alles möglich.“

Christiana Stahl-Kerle und Michael Kerle, Geschäftsführung

Strenge Auswahlkriterien

Die entscheidenden Kriterien dafür, ob ein Kunstwerk in eine Auktion aufgenommen werden kann, sind vorrangig seine Qualität, Seltenheit, Attraktivität und Werthaltigkeit, wobei ein zeit- und marktaktueller Maßstab angelegt wird. „Unsere Experten prüfen vor einer Auktion die Authentizität und Provenienz jedes der eingelieferten Kunstwerke. Manches Objekt muss wieder zurück an den Einlieferer gehen, wenn es unseren strengen Selektionskriterien nicht gerecht wird. Wir stehen seit Beginn für ein kuratiertes Auktionsprogramm und versteigern nur Kunstwerke, die uns selbst überzeugen und setzen nicht auf Masse. Daher verauktionieren wir jährlich durchschnittlich nur 3000 Kunstwerke, diese aber bei einer hervorragenden Gesamtverkaufsquote.“

Interessant für erfahrene und junge Sammler

Der Preis alleine, erläutert Frau Stahl-Kerle weiter, spielt dabei keine entscheidende Rolle, denn das Auktionshaus Stahl möchte nicht nur den anspruchsvollen, erfahrenen Sammler ansprechen, sondern ebenso den jungen Interessenten. Was man auf keinen Fall will ist, dass es den Kunden oder dem Auktionshaus „langweilig“ wird. Das dokumentieren die abwechslungsreichen und anspruchsvoll gestalteten Auktionskataloge mehr als deutlich.

Digitalisierung und Bietgefechte

Die Digitalisierung hat längst auch im Auktionssaal Einzug gehalten und unsere Auktion wird als LIVE-Auktion über die eigene Website und weltweit über mehrere Portale übertragen. Mittlerweile kommen 50% der Käufer aus dem Ausland, aber auch anwesende Saalbieter sorgen im Auktionssaal für Überraschungen. So gab es für ein Porträt des polnischen Malers Jacek von Malczewski nach einem Startpreis von 9000,– Euro ein fulminantes Bietgefecht zwischen Saalbietern und internationalen Telefonbietern, bis es bei einem Erlös von 189.000,– Euro an einen deutschen Sammler ging.

Schmuck, Juwelen und Uhren …

… sind derzeit als langfristiges Investment sehr gefragt und hochkarätige Diamanten erzielen häufig Rekordpreise. So z.B. ein 12-karätiger Fancy-Diamant-Ring, der für 136.000,– Euro nach Israel verkauft wurde. „Lokale Kunst vernachlässigen wir dennoch nicht und veranstalten jedes Jahr eine Sonder-Auktion ‚Norddeutsche Kunst‘. Hier verbuchen wir für Werke von Emil Nolde, Ivo Hauptmann oder Thomas Herbst regelmäßig hohe Zuschläge“, berichtet Stahl-Kerle.

Optimistisch, am Puls der Zeit

Durch Digitalisierung und Influencer ändern sich Geschmack und Bedürfnisse der Käufer, weshalb das Auktionshaus ständig am Puls der Zeit sein muss. „Trotz der momentanen weltweiten Herausforderungen sehe ich der Zukunft positiv entgegen, weil wir schnell auf Veränderungen reagieren und unser Focus auf Werte mit Bestand und Nachhaltigkeit in diesen Zeiten des gesellschaftlichen Wandels liegt“, so die Geschäftsführerin des Auktionshauses abschließend.

Kontakt

Auktionshaus Stahl GmbH & Co. KG
Graumannsweg 54
D-22087 Hamburg
T +49 (0)40 342325
T +49 (0)40 343471
www.auktionshaus-stahl.de