Projektbeschreibung

KITZBÜHEL & ALPENRAUM | AUSGABE 09 | FRÜHLING 2019 Text: Barbara Jahn

Die Sonne strahlt, der Himmel blitzt, das Grün grünt so grün – es wird Sommer in den Gärten. Und in den Herzen der Menschen, die Liebe, Luft, Lust und Leidenschaft schön zu verbinden wissen.

Bitte zu Tisch. Stuhlkollektion Basket von Solpuri mit metallener Leichtigkeit und eleganten Sitzkissen. www.solpuri.com Foto: Solpuri

Das Leben unter dem grünen Blätterdach hat einen neuen, noch nie da gewesenen Stellenwert bekommen. Jeder, der es kann, verbringt seine freie Zeit unter freiem Himmel und, wenn möglich, ohne auf all den Komfort zu verzichten, den er indoor genießen würde. Von der Möbelindustrie aus gesehen ist das gar kein Problem, denn alles, was es für drinnen gibt, gibt es auch für draußen in derselben Qualität. Kochen, Essen, Loungen, Duschen, Schlafen – nichts, was nicht auf der Terrasse machbar wäre – ein angenehmer Gedanke angesichts der erneut bevorstehenden Tropennächte im Sommer. Wer nicht so viel Platz hat und sich mit einem Balkon begnügen muss, braucht sich jedoch in keinster Weise benachteiligt fühlen: Auch für wenige Quadratmeter gibt es ansprechende bis exklusive Lösungen, die den Aufenthalt an der frischen Luft äußerst angenehm und einladend gestalten können. Besonders glücklich dürfen sich diejenigen schätzen, die Mobiliar ausfindig machen, das sich sowohl für drinnen als auch für draußen eignet – auch das gibt es und macht vieles entscheidend leichter.

Zwischen drinnen und draußen. Sofakollektion Ribes von B&B Italia mit südamerikanischen Dessins. www.bebitalia.com Foto: B&B Italia
Fast schon filmreif. Sitzschaukel Dondolo von Ethimo für romantische Tagträumer. www.ethimo.com Foto: Ethimo

Für Nostalgiker und Neugierige

Nach dem Besuch der Mailänder Möbelmesse ist die Lust, sich im Freien aufzuhalten und die frische Luft zu genießen, noch größer. Zu appetitlich werden dort die Varianten und Möglichkeiten, sich im Garten außergewöhnlich schön und gut einzurichten, präsentiert. Evident wird gleichzeitig, dass die Grenzen zwischen drinnen und draußen endgültig verschwunden sind: Zwischen einer Sitzlandschaft, die der Sonne trotzt und Nassem standhält, und jener, die im Wohnzimmer die Kuscheloase ausmacht, ist – zumindest optisch – kein Unterschied mehr zu erkennen. Aber draußen ist dieses Jahr so richtig viel los: Es sind die Schaukelstühle, die Picknicktische für zwei oder mehr, die Parkbänke und die Riesensofas, die das grüne Wohnzimmer erobern. Glatt Poliertes, von Hand Geflochtenes und im Wind Flatterndes laden zum gesellschaftlichen Verweilen ein, das Glas Wein und das neue Buch gleich praktisch griffbereit daneben auf dem schicken, oft stapel- oder klappbaren Beistelltisch. Natürliches und Künstliches schließen sich dabei überhaupt nicht aus: Neben Exoten wie Teak und Afrormosia nehmen Glossy-Oberflächen und pulverbeschichtetes Metall Platz, verpackt in manchmal geschwungenen, manchmal in sehr geraden Formen.

Für Kinder und Junggebliebene. Rocking Chair Click von Houe für entspannte Momente im Schaukelmodus. www.houe.com Foto: Houe

Optik und Haptik begegnen sich auf Augenhöhe und keiner kommt dabei zu kurz. Vielleicht hat sich in der Zwischenzeit die Familie oder der Freundeskreis vergrößert, dann ist es gut, wenn man ein modulares Sofasystem für die Terrasse gewählt hat, um sich nach Belieben ausbreiten zu können. Das Zusammensein hat eine neue Qualität bekommen und funktioniert auch auf einer Art Heurigenbank mit integriertem Schattenspender perfekt. Wer jedoch das Stille sucht und gerne für sich bleibt, dem stehen Schaukelstuhl und Hänge-Lounger zur Verfügung. Im Bauhausjahr schafft es endlich auch so mancher Stahlrohrklassiker an die frische Luft – so muss sich ein Einrichtungsstil nun nicht mehr auf den Innenbereich beschränken. Was noch fehlt, kann in praktischen Körben mitgenommen werden, die garantiert nicht schrumpfen, wenn sie nass werden.

Im Stil der Fünfziger. Prince Cord Outdoor von Minotti mit komfortabler Sitzschale. www.minotti.com Foto: Minotti

Draußen und doch drinnen

Nichts gegen einen erfrischenden Schauer, wenn im Hochsommer die Luft zum Zerreißen gespannt ist. Mensch und Natur sehnen sich gerade in diesem Augenblick besonders danach. Aber was, wenn das kühle Nass von oben ganz und gar unpassend, vielleicht sogar unangekündigt vorbeikommt? „Pas de problème“, sagt der Franzose, denn: Die Möbelindustrie hat dafür bereits vorgesorgt. Und zwar mit einem Trend, der sich von keiner Witterung beeindrucken lässt. Immer mehr Produzenten setzen auf Mikroarchitekturen für den Garten, mit denen kein Sonnenschirm und auch keine Markise mithalten kann. Die Rede ist von kleinen Pavillons, die – robust, modern und zweckdienlich – schnell und unbürokratisch ohne Baugenehmigung, ohne Plan und ohne Fundament aufgebaut werden und jeden beliebigen Teil des Wohnens abdecken können. So kann man sich mit wenigen Dingen – und was in diesem Fall ganz besonders zählt – auf sehr einfache Weise im Garten einrichten und den gleichen Komfort genießen, den man im Haus selbst hätte. Mit einem Outdoor-Teppich, einem Ethanol-Kamin, einer Gaskartusche und einem Schlauchanschluss ausgestattet, dazu die richtige Wahl der Möbel, die im Design ihren Indoor-Kollegen um nichts nachstehen, ist man für wetterunabhängige Stunden absolut gerüstet, ganz im Zeichen von Entspannung und Erholung. Und auch die Umgebung gibt ihr Bestes, damit dieses Vorhaben gelingen kann.

Flechten ist in. Cirql von Dedon – schön und elegant wie ein neuer Klassiker. www.dedon.de Foto: Dedon

Candle-Light-Flair

Ein immer wichtiger als großes Thema für den Outdoorbereich ist die Beleuchtung. Auch wenn die Sommernächte lang sind, so will man nicht schlafen gehen, wenn es gerade am schönsten ist. Für diesen Fall standen bisher die klassischen gläsernen Gefäße für fröhlich flackernde Kerzen zur Seite, die immer noch gerne eingesetzt werden. Doch es macht sich hier eine neue Generation bemerkbar: Leuchten, die per USB-Anschluss aufgeladen werden und dann kabellos an den gewünschten Ort mitgenommen werden können. Auch hier punkten die neuen Begleiter mit einfachem Handling, aber auch mit Energieeffizienz und natürlich einem romantischen Touch. Damit und mit den vielen anderen wunderbaren schönen Dingen kann die Sommersaison endlich beginnen.

Flechten ist in. Cirql von Dedon – schön und elegant wie ein neuer Klassiker. www.dedon.de Foto: Dedon

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