Co-working ist tot

Provokant, unverblümt und fundiert: Visionär Gregor Gebhardt im Interview mit Herbert Lukele.

  • Gregor Gebhardt behauptet: Co-working ist tot
    Quelle: Friendsfactory, Fotograf Konstantin Volkmar
Co-working ist tot 2018-01-08T08:31:21+00:00

Projektbeschreibung

München | Ausgabe 41 | Herbst 2017

Warum ist Co-Working Ihrer Meinung nach tot?

Wir beschäftigen uns schon lange mit dem Arbeitsplatz der Zukunft und wollten deshalb über eine repräsentative Studie herausfinden, wie sich die sogenannte Generation Y ihren Arbeitsplatz vorstellt und wie sie generell zum Thema Leistung steht. Eines hat die Studie ganz deutlich gezeigt: Das Trendthema Co-Working ist weder ein aktueller Trend noch „The Next Big Thing”. Nicht einmal die Hälfte der Befragten konnte mit dem Begriff etwas anfangen. Das bestätigt unsere These, dass Co-Working tot ist. 83% der Generation haben keinen Bock darauf, ihren Arbeitsplatz mit anderen zu teilen oder mit dem Laptop und einem Kaffeebecher auf dem Sofa zu arbeiten, während andere daneben Kicker spielen. Sie wollen zum Arbeiten ihre Ruhe und wenn es zu viel wird einfach mal die Türe zumachen.

Wie sehen Sie die moderne Arbeitswelt?

Grundsätzlich glaube ich, dass die jungen Leute gerne arbeiten. Das hat auch unsere Studie bestätigt. Allerdings arbeiten sie lieber in Einzel- oder Zweierbüros. Sie wollen nicht in einem riesigen Raum mit 20 Leuten sitzen und schon gar nicht ihren Schreibtisch teilen. Es gibt keine digitalen Nomaden. Die Generation von morgen will Beständigkeit, konzentriert arbeiten und ihre eigene DNA am Arbeitsplatz. Ein eigenes Büro, viel Licht, Pflanzen, die technisch neueste Ausstattung und das alles in einem inspirierenden Umfeld, wie unseren Public Areas – genau so sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus. Und den findet die Generation Y bei uns, in der Friendsfactory. Man kann sich das wie eine große Wohngemeinschaft vorstellen. In ihren Büros haben unsere Mieter ihre Ruhe und wenn sie unter Leute netzwerken oder eine Party feiern wollen, dann treffen sie sich in der Küche, in einem der Gemeinschaftsräume oder der coolen Lounge – das stärkt die Community und sorgt für Austausch.

Wohin geht die Reise der Friendsfactory?

Eines ist ganz klar: Wir wollen wachsen, wachsen, wachsen und das weltweit. Ziel ist es, jeden Monat eine neue, noch modernere Friendsfactory anzumieten und zu eröffnen und diese immer weiter an das Zeitalter der Digitalisierung anzupassen. In den nächsten vier Jahren werden wir ca. 100 Millionen Euro in unsere Expansion weltweit investieren und uns dabei mit einem der größten Co-Workingplace-Anbieter Europas, rent24, zusammenschließen. Aktuell haben wir Friendsfactory-Standorte in München, Hamburg, Berlin, Dortmund, Bremen, Amsterdam, Tel Aviv und Dallas. In naher Zukunft werden wir in New York und San Francisco eröffnen. Wir wollen sinnbildlich für den „Arbeitsplatz der Zukunft“ stehen und neue Trends setzen. Da gehören coole Locations ebenso dazu wie durchdachte Bürokonzepte. Unser primäres Ziel: Wir wollen der größte flexible Arbeitsplatzanbieter Europas werden! Weitere Ziele sind so genannte Co-Living-Appartements, die wir an all unseren Standorten anbieten möchten. Es wird also sehr spannend…

Kontakt

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