Projekt Beschreibung

15.04.2020

Robust, resistent und resilient – genau so beschreibt man die Immobilienbranche in Krisenzeiten wohl am besten. Während das Virus derzeit für eine Rezession der Weltwirtschaft sorgt, stellt sich die Immobilienwelt auf ihre Hinterbeine und trotzt der Pandemie, wo es nur geht. Wie und warum das funktioniert, lässt sich eigentlich ganz einfach erklären.

Home-Office wird die Nachfrage an Gewerbeimmobilien reduzieren.

Marktherrschaft vorübergehend übernommen

Aktuellen Analysen und Studien zufolge, wie aber auch basierend auf bisherigen Erfahrungswerten nach einer Krise, hat die Immobilienbranche in solchen Situationen keinen Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Es wird erneut unter Beweis gestellt, wie krisenresistent die Bau- und Wohnwelt tatsächlich ist. Natürlich schleicht sich eine so schwerwiegende Zäsur wie das Corona-Virus auch nicht gänzlich spurlos am Immobilienmarkt vorbei. Mit beispielsweise Nichteinhaltungen von Fertigstellungsfristen durch vorübergehende Baustellenschließungen oder Einschränkungen von Mietpreisanpassungen aufgrund von steigender Arbeitslosigkeit hat auch dieser Geschäftszweig zu rechnen. Möglicherweise wird auch die Nachfrage, vor allem von Privatpersonen, einen Rückgang verbuchen. So gesehen werden also sowohl Angebot als auch Nachfrage etwas sinken. Allerdings findet die Waage dadurch aber wieder ihren Ausgleich. Auch Makler, die derzeit keine persönlichen Besichtigungen mit ihren Interessenten durchführen können, wissen sich bestens zu helfen. Virtuelle, 360°-Rundgänge sind die Lösung. Es lässt sich also gut erkennen, welcher Markt in Krisenzeiten das Zepter hält!

Wer profitiert in der Immobilienbranche?

Aber nicht alle Segmente des Immobilienmarktes sind gleich stark. Als klarer Sieger in der Corona-Krise kristallisiert sich wohl der Logistik-Immobiliensektor heraus. Durch die geschlossenen Staatsgrenzen und die damit einhergehende, verstärkte Inlandsproduktion und -lagerung werden immer mehr lokal-nahe Lagermöglichkeiten benötigt. Wohingegen die Nachfrage an Gewerbeimmobilien drastisch zurückgehen wird (Stichwort: Home-Office). Inwieweit sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer an dieses Modell gewöhnen und es weiterführen möchten, wird sich noch herausstellen. Fest steht allerdings, dass in nächster Zeit so gut wie kein Unternehmen einen Standortwechsel bzw. eine Standortvergrößerung anpeilen wird.

Experten-Erklärungen zur Trotzhaltung

Wahrscheinlich haben es Experten momentan – aufgrund mangelnder Erfahrungswerte und Erkenntnisse aus der aktuellen Krise – alles andere als einfach, wertvolle Prognosen zu stellen. Dennoch sind sie sich alle einig. Es darf angenommen werden, dass die Investitionsbereitschaft in diese (krisen-)beständige Anlagenform auch künftig keinen Halt macht. Unterstützt wird dieser Fakt durch die anhaltende Niedrigzinspolitik der Banken. Deshalb wird die Nachfrage – ja, auch bei Privatanlegern – im Laufe des Jahres wieder steigen. Weder Preisänderungen noch Zinserhöhungen seien zu erwarten. Dem ist sich auch Mag. Nikolaus Lallitsch, Sprecher von Raiffeisen Immobilien, sicher: „Immobilien haben sich in der Vergangenheit sehr oft als harte und verlässliche Krisenwährung erwiesen. Und wir können davon ausgehen, dass es auch diesmal so ist.“

Wohnen ist und bleibt ein Grundbedürfnis, das durch Sicherheit und Wertbeständigkeit besticht. Daran kann also auch das Corona-Virus nichts ändern. Um nach dieser Herausforderung trotzdem als Gewinner hervor zu gehen, ist es wichtig, sich so schnell wie möglich auf die neuen Gegebenheiten und Vorgaben einzustellen und sich möglichst anpassungsfähig zu zeigen, ob Unternehmer oder Privatperson. Zusammenhalten! Und zusammen der Krise trotzen!

Gewohnt wird immer. Die Immobilienbranche trotzt dem Corona-Virus.
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