Projekt Beschreibung

KITZBÜHEL & ALPENRAUM | AUSGABE 04 | Frühling 2016

Natürliche Kreisläufe bestimmen Arbeit und Alltag des größten – und biodynamisch bewirtschafteten – Weingutes Südtirols seit Michael Graf Goëss-Enzenberg und seine Familie 1991 den Betrieb übernahmen. Selbst das Holz für die Eichenfässer stammt aus dem eigenen Eichenwald unterhalb der Leuchtenburg. 

Grund genug für Helmut Pramstallers Firma Diogenes bei der Ausstattung der gräflichen Jahrgangs-Vinothek und eines Verkostraumes im alten Schloss ebenfalls einen natürlichen Kreislauf im Sinne der Kundenphilosophie zu schaffen. Er kaufte kurzerhand alte Eichenweinfässer in denen Jahrzehnte lang die Weine des Grafen reiften und veredelte das Material zu außergewöhnlichem Interieur. Ein authentisches Konzept, das mit exquisitem Design und empathischem Verständnis den besonderen Geist des Anwesens genial auf den Punkt bringt und damit auch Michael Graf Goëss-Enzenberg überzeugte und begeisterte.

Möbel wie guter Wein

… sind die Leidenschaft von Diogenes-Designer Helmut Pramstaller. Dies „direkt an der Quelle“ realisieren zu dürfen, hatte für ihn seinen besonderen Reiz. Zumal er mit Graf Goëss-Enzenberg ebenfalls auf einen professionellen Idealisten traf, der in mühevoller Kleinarbeit das Weingut Manincor von einer industriellen Monokultur zu einem erfolgreichen Musterbeispiel an Biodiversität umgebaut hat und dort inzwischen hoch dekorierte Bioweine produziert. „Biodynamie verlangt vom Menschen, sich seiner Arbeit mit vollem Bewusstsein zu widmen“, so Graf Michael. „Es geht um geschlossene natürliche Kreisläufe.“ Sogar beim Bau des neuen Kellers im Jahr 2004 wurden die Grundlagen nachhaltigen Denkens angewandt. Das gesamte Kellergebäude ist unterirdisch in den Weinberg gebaut, der Kulturgrund ist somit erhalten geblieben und der Keller thermisch vom Weinbergboden abgedeckt. Manincor ist eine erdöl- und erdgasfreie Zone. Die Nutzung der Mondzyklen und der Schwerkraft über drei Stockwerke ersetzt weitgehend den Einsatz von Pumpen und auch Filtration. Durch diese schonende Verarbeitung bleibt dem Wein jene feine Qualität, die die Trauben zum Zeitpunkt der Ernte haben. Ähnlich schonend gehen Pramstaller und sein Team bei der Verarbeitung des Fassmaterials vor. In Lienz werden die Fässer getrocknet. Der Weinstein kann dann besser entfernt werden. Eine kleine Menge davon wird aufbewahrt und Teil jenes Zertifikats, ohne das Pramstaller seine Möbel nicht außer Haus lässt. Es gibt Aufschluss über Herkunft, Größe und Baujahr des Fasses, aus dem ein Möbelstück entstanden ist, beweist seine absolute Individualität und macht seine lange Geschichte nachvollziehbar. Helmut Pramstaller kombiniert Fassholz auch mit Materialien wie Glas, Edelstahl oder Straußenleder. Interieur, das durch die besondere Struktur, die feine Zeichnung, die Wärme und Sinnlichkeit längst auch Kunden von Mallorca über Monaco bis nach Japan in seinen Bann zieht. Nicht nur bei Weinkellern sondern auch bei der Ausstattung moderner Wohn- und Arbeitsräume.

Diogenes
Gebrüder Pramstaller KG
Glocknerstr. 4
A-9990 Debant
T +43 (0) 4852 62498
F +43 (0) 4852 62197
fassdesign@diogenes.at
www.helmut-pramstaller.at

Manincor
St. Josef am See 4
I-39052 Kaltern / Italia
T +39 (0)471 960230
F +39 (0)471 960204
info@manincor.com
www.manincor.com

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