Projekt Beschreibung

Yachting | 2020 | Text: Mario-Roman Lambrecht

Der neue McLaren Elva repräsentiert die derzeit kompromissloseste Variante eines straßenzugelassenen McLaren. Er ist Teil der „Ultimate Series“, zu denen auch der – ebenfalls schon sehr radikale – Senna und der Speedtail gehören.

Auf gerade einmal 399 Exemplare limitiert wird der 815PS starke Open-Cockpit-Roadster mindestens € 1.695.000,– kosten. Man darf davon ausgehen, dass die meisten Exemplare dank der Individualisierungsmöglichkeiten von MSO für deutlich mehr Geld weggehen werden. Schließlich soll laut McLaren jeder Elva einzigartig sein.

Topspeed? Man darf gespannt sein

Ein Vierliter-Bi-Turbo mit 800 Nm maximalem Drehmoment schnieft die Tempo-100km/h-Marke mit Unterstützung des 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes in weniger als drei Sekunden weg. Tempo 200 – gerade einmal 6,7 Sekunden – schneller als der Senna. Topspeed? Wissen wir noch nicht, aber ein echter McLaren schwächelt erst deutlich jenseits der 300 km/h. Sollte es dann doch einmal brenzlig werden, sorgt die neu entwickelte Carbon-Bremsanlage für einen schnellen Stopp. Dabei misst jede der Carbon-Keramik-Bremsscheiben 390 mm.

Typisch McLaren: Weniger ist mehr

Der Elva ist wie schon sein legendäres Vorbild aus den 1960ern, entworfen von Bruce McLaren höchstpersönlich, ein Paradebeispiel dafür, dass weniger mehr ist. Mehr könnte zum Beispiel die optionale Windschutzscheibe sein. Oder Seitenscheiben oder gar ein Dach. Audio ab Werk ist auch gestrichen. Optional wird der Kunde aber mit einer wasserfesten Audioanlage versorgt. Wer darauf verzichten kann, bekommt einen speziellen McLaren-Soundtrack aus der Titan-Auspuffanlage originalgetreu ins Trommelfell geschmettert.