Projekt Beschreibung

Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher wagt als Regnose-Experiment einen „Jahresrückblick“ aus der Zukunft auf das Jahr 2020. Mit ungewöhnlichen und ermutigenden Ergebnissen. (www.horx.com), Foto: Klaus Vyhnalek (www.vyhnalek.com)

Eines muss man Matthias Horx‘ „Future Mind“-Zukunftskolumnen – bei aller möglichen Kritik am rein wissenschaftlichen Gehalt – lassen: Sie sind originell, intelligent, anregend und damit gerade in „bewegten Zeiten“ wie diesen besonders wertvoll.

Von Science Fiction Autoren, denen vielleicht ähnliche Techniken wie Horx‘ „REgnose“ vertraut sind, unterscheidet er sich dabei durch fundiertes „Out-of-the-Box“-Denken. Und vor allem dadurch, dass er sich und seinen Leser*inne*n Distanz schafft. Beispielsweise zu dem gerade im Jahr 2020 besonders unübersichtlichen Verlautbarungs-, Medien- und Talkshow-Chaos. Zu allen möglichen negativen Horror- und Verschwörungsszenarien. Eine Distanz, die es ermöglicht, einen klareren Blick auf die Chancen und positiven Perspektiven eines – gelinde gesagt – sehr herausfordernden Jahres zu gewinnen.

Ein etwas ungewöhnlicher Jahresvorausblick

Den bietet Matthias Horx mit seiner aktuellen Vorweihnachtskolumne damit an. Ein Experiment, in dem er mit seiner „Regnose“ das Jahr 2020 von der Zukunft aus betrachtet. „Etwa aus dem Jahr 2030“, wie er erklärt. Und damit möchte er einen positiven Kontrapunkt zu den üblichen, rückwärtsgewandten „Jahresrückblicken“ setzen. „Warum muss man alles, was uns bedrängt, erfreut, gelangweilt hat, noch einmal in einer Rückwärts-Show versammeln? Trotzdem haben wir alle ein Bedürfnis nach Verarbeitung und Bilanz, besonders in diesem horrenden Jahr 2020“, meint er. Mit „Die Kassandra-Revision“ versucht er diesem Bedürfnis eine andere, nüchterne und positive Ausrichtung zu geben.

Ist er damit zu „optimistisch“? Gelingt es ihm damit, negative Endlosschleifen zu durchbrechen? Auf jeden Fall regt er zu Mut, Zuversicht und dem WILLEN dazu an. Und es ist sicher zu wünschen, dass wir uns darauf unvoreingenommen einlassen.