Projekt Beschreibung

Hamburg | Ausgabe 23 | Sommer 2019 Interview: Klaus Dörre

Die Galerie SLIFE im Herzen Hamburgs bietet sensationelle Fotografie von fotografischen Newcomern maßgeschneidert auf Kundenwünsche. Als Eventlocation ist sie durch ihre moderne Architektur auf zwei Ebenen, den coolen Galeriestil und die offene Küche ideal. Streifzug im Gespräch mit dem renommierten Immobilien- und Finanzexperten Patrick Stenner über sein außergewöhnliches Herzensprojekt, das soziales Engagement mit handfesten Vorteilen für Künstler und Kunden verbindet.

Streifzug: Herr Stenner, welche Bedeutung hat Kunst für Sie im Kontext von SLIFE?

Patrick Stenner: SLIFE stellt die Verbindung zwischen Kunst und Wirtschaft dar. Denn Kunst ist der lebendige, kreative und tolerante Teil unserer Gesellschaft. Sie erzeugt Emotionen und Antrieb. Sie ist dynamisch und inspiriert uns. Sie hilft uns die gleichen Dinge auf unterschiedliche Art und Weise zu betrachten und zu verstehen. Damit verschafft sie uns den Zugang zu verschiedenen Lösungen von Problemen. Sie ist für die Entwicklung einer Gesellschaft unerlässlich.

Streifzug: Warum ist Kunst gerade heutzutage besonders wichtig?

Patrick Stenner: In einer Welt, in der es um Gewinnmaximierung, Effizienz und Konsum geht, verlieren wir immer mehr den Bezug zur Phantasie. Unsere Grenzen werden enger statt weiter. Wir verlieren den Blick für die Möglichkeiten. Wohin wird es führen, wenn wir immer so weitermachen wie bisher? SLIFE findet, dass der künstlerische Teil unserer Gesellschaft unterrepräsentiert ist. Deshalb fördert und unterstützt SLIFE besonders junge und talentierte Künstler.

Streifzug: Wie prekär ist die Lage talentierter junger Künstler in Deutschland aus Ihrer Sicht?

Patrick Stenner: In Deutschland gibt es tausende von jungen begabten Menschen, die einer Arbeit nachgehen müssen, die ihnen keinen Spaß macht und ihre Talente nicht fördert. Sie arbeiten, um das Geld zu verdienen, mit dem sie ihre Miete und ihr Essen bezahlen können. Mit Leidenschaft stecken sie jede freie Minute und jeden Euro in ihr künstlerisches Engagement. Ihr Lohn? Sie bekommen vielleicht Likes auf Facebook und Instagram. So entsteht eine Situation, die perspektivlos für diese Talente ist, wenn sie nicht bereit sind alles zu riskieren.