Projektbeschreibung

München | Ausgabe 48 | Sommer 2019

Die Isar vor der Haustür, der Gärtnerplatz um die Ecke, das Deutsche Museum in Sichtweite: Mitten in München, zwischen Reichenbach- und Ludwigsbrücke, entsteht in der Erhardtstraße 10 derzeit ein vielgesichtiges und vielschichtiges Wohnensemble für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Lebensweisen.

Das vierteilige Ensemble von Euroboden und dem Architekten Thomas Kröger bezieht sich in vielen Facetten auf die Strukturen der Nachbarschaft: Das Gärtnerplatzviertel weist am Isarufer eine Reihe von großbürgerlichen Gebäuden der Gründerzeit auf, die meisten davon unter Denkmalschutz. In diesem Sinne greift das neue „Haus zur Isar“ mit geräumigen Erkern das Thema des repräsentativen Wohnens auf, das entlang des Flussufers in verschiedensten Ausprägungen zu finden ist. Raumhoch verglast, verkörpern diese Erker zugleich auch die Vorzüge zeitgenössischen Wohnens und ermöglichen spektakuläre Ausblicke auf den Fluss. Auch die schlanken Säulen vor der Fassade spielen mit historischen Bezügen, schaffen aber auch eine subtile Distanz zwischen Innen und Außen. In einer abwechslungsreichen Dachlandschaft befindet sich das zweigeschossige Penthouse, dessen Terrasse einen ganz besonderen Rundumblick bietet – nach Westen in die Münchener Altstadt, nach Osten über die Flussauen und im Süden an klaren Tagen bis zu den Alpen.

Über die großzügige Lobby im Erdgeschoss wird auch die Hofbebauung repräsentativ von der Isarseite erschlossen. Durch die Anordnung der drei Hofgebäude bilden sich zwei Innenhöfe: ein ruhiger Gartenhof im hinteren Teil und eine elegante Rotunde gleich hinter dem „Haus zur Isar“. Dazwischen liegt der freistehende „Turm zur Stadt“ mit vier Etagenwohnungen und einem dreigeschossigen Penthouse. Ihm gegenüber befindet sich das „Solo“, dessen zwei Wohnungen jeweils ein eigenes Entree an der Rotunde haben. Dahinter liegt die „Remise“, die den Gartenhof zweiseitig einfasst. Ihre insgesamt acht Wohnungen sind variantenreich – von 2-Zimmer-Etagenwohnungen bis hin zu Haus-im-Haus-Konzepten. Diese sind besonders auf die Bedürfnisse von Familien mit Kindern ausgelegt, die den sonnigen Gartenhof als sichere Spielzone erobern können.

Die Fassaden der „Remise“ vermitteln zwischen der repräsentativen Straßenansicht und dem Werkstattcharakter der ehemaligen Gewerbehöfe, der für das Viertel so typisch ist. „Städtische Räume sind dann angenehm, wenn wir sie als gewachsen empfinden“, so Thomas Kröger. „Wenn das Zusammenspiel unterschiedlicher Architekturen ein charismatisches Gesamtbild erzeugt und eine Identität formt. Deswegen soll die Erhardt10 zwar als etwas Neues erkennbar sein, dabei aber so raffiniert mehrdeutig auftreten, dass es schwerfällt, sie einer bestimmten Bauzeit zuzuordnen.“ So gestaltet Kröger die Wandflächen der Straßenfassade in Sgraffito, einer Technik, bei der mehrere Putzschichten übereinandergelegt und dann durch eine Kratztechnik partiell wieder freigelegt werden. Dieses Verfahren stammt aus der italienischen Renaissance und zeugt von höchster Handwerkskunst. Sgrafitto hat auch an Münchner Fassaden eine lange Tradition, wird dort heute aber nur noch selten angewandt.

Das Interieur der Wohnungen besteht aus handverlesenen und sorgfältig ausgewählten Materialien von höchster Qualität. So sind zum Beispiel die Böden aus dunkler Eiche oder samtig weichem Travertin und deren Verlegemuster perfekt auf den jeweiligen Grundriss abgestimmt. Einzelne Wohnungen sind noch zu erwerben.

Architekt Thomas Kröger

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