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„Fünf Tage im Mai“ ist der zweite, bei Klett Cotta erschienene, Roman der aus St. Johann in Tirol stammenden Schriftstellerin, Deutschlandfunk-Redakteurin und Klangkünstlerin Elisabeth R. Hager. Mittlerweile wurde das Werk auch für den Literaturpreis ALPHA der Casinos Austria nominiert.

„Fünf Tage im Mai“ ist ein funkelnder Roman über die ungewöhnliche Freundschaft einer jungen Frau mit ihrem Urgroßvater und über die Selbstlosigkeit wahrer Liebe. Er spielt in einem Tiroler Dorf, das St. Johanner*innen „nicht unbekannt“ vorkommen wird. Seit seinem Erscheinen war die Autorin zu Gast in zahlreichen namhaften Literatursendungen deutschsprachiger Medien. Die Kritiken auch einschlägig kundiger Influencer*innen im Internet sind durchwegs begeistert. Und seit dem Erscheinen des Buches ist die Autorin dauernd auf Lesereise im deutschsprachigen Raum unterwegs.

Herausragend ist Hagers Fähigkeit, mit klarer, knapper und brillanter Sprachführung beim Leser authentische Gefühle und Bilder entstehen zu lassen. Gefühle und Bilder, die bei so manchem – unabhängig von seiner Herkunft – Erinnerungen an eigene Erlebnisse wieder lebendig werden lassen. „Die Gefühle sind wahr. Die Geschichten erfunden“, schreibt sie im Vorspann zu ihrem Roman.

Elisabeth R. Hager. Foto: © Britta Burger

Zum Buch:

Illy ist ein Wildfang, besitzt einen scharfen Verstand und einen Urgroßvater, den sie Tat’ka nennt. Der ist ein Auslaufmodell. Ein skurriler, eigensinniger Berserker im Greisengewand, letzter Fassbinder Tirols, der auch die ersten Brettln des Kitzbüheler Skipioniers Franz Reisch aus Fassdauben schnitzte – und bald schon der älteste Mann im Dorf. Illy verbringt fast jede freie Minute mit ihm. Er lauscht ihren Berichten (und geheimnissen) aus ihrem Alltag, sie seinen Erzählungen aus der untergegangenen k.u.k. Monarchie – und wird dazu noch in die Geheimnisse des Fassbinderhandwerks eingeweiht. Selbstverständlich „deckt“ Tat’ka auch Illys spätere und von den Eltern verbotene Liebe zu einem Dorf-Außenseiter. Am Ende muss Illy eine Entscheidung treffen, von der sie nicht ahnt, dass die Konsequenzen sie ein Leben lang begleiten werden. Wer daraus nun schließt, dass das Buch als „Tragödie“ endet, irrt. Das lässt die gelassene, selbstbewusste und positive Lebenshaltung Hagers, die durch alle Zeilen schimmert, nicht zu.

„[Ein] Roman, der vom Aus-der-Zeit-Fallen handelt – und von Figuren, die sich nicht einfangen lassen. Früher nicht, heute nicht, niemals.“ (Stefan Gmünder, Der Standard, 28.03.2019).

„Der Roman ist ein Seelentröster auf hohem Niveau“ (Peter Pisa, Kurier, 15.04.2019)

Zur Autorin:

Elisabeth R. Hager, geboren 1981 in St. Johann in Tirol, lebt als Autorin, Klangkünstlerin und Radiomacherin mit ihrer Familie in Tirol, Berlin und Neuseeland. Nach Studien der Komparatistik, Germanistik und Angewandte Literaturwissenschaft in Innsbruck, Aix-en-Provence und Berlin ist sie seit 2009 als freie Schriftstellerin tätig. Neben der künstlerischen Arbeit ist sie redaktionelle Mitarbeiterin in der Abteilung Radiokunst von Deutschlandfunk Kultur. Im Februar 2019 erschien ihr zweiter Roman, „Fünf Tage im Mai“ bei Klett-Cotta, für den sie 2018 das Hilde-Zach-Stipendium der Stadt Innsbruck erhielt. „Fünf Tage im Mai“ ist aktuell für den Literaturpreis Alpha 2019 nominiert.

Literaturpreis ALPHA

In den vergangenen Jahren wurden literarische Auszeichnungen wiederholte Male jungen Autorinnen zuteil, die zuvor schon beim Alpha reüssiert hatten. Aktuelle Beispiele sind die Alpha Preisträgerin 2016 Barbi Markovic, die heuer den vom Bundeskanzleramt vergebenen Reinhard-Priessnitz-Preis erhält, und Birgit Birnbacher. Die Salzburger Autorin, Alpha Finalistin 2017, machte vergangenen Juni mit dem Gewinn des Ingeborg-Bachmann-Preises Furore. Die Gewinnerin des letztjährigen Alpha, Iris Wolff, erhält im November den ebenfalls mit 10.000 Euro dotierten Marieluise-Fleißer-Preis der Stadt Ingolstadt.
Die Alpha Fachjury – neuerlich zusammengesetzt aus „Profil“-Kulturredakteurin Karin Cerny, Musiker und Autor Ernst Molden, Christian Jahl sowie Autor Paulus Hochgatterer als Vorsitzendem – kürt aus der Shortlist drei Werke für das Finale. Bei der Literaturgala am 30. Oktober im Studio 44 in Wien wird die Nachfolgerin bzw. der Nachfolger von Iris Wolff mit dem Alpha 2019 ausgezeichnet.

SAVE THE DATE >> Lesungen mit Elisabeth R. Hager:

29.09.2019 | 16:00 Uhr: Galerie Frageraum , Berlin Kreuzberg, Anmeldung: post@frageraum.de
01.10.2019 | 19:00 Uhr: Literaturhaus am Inn, Innsbruck
29.10.2019 | 19:30 Uhr: Kulturbuchhandlung Jastram, Ulm
15./16.11.2019: Schreibworkshop in Oberndorf bei Kitzbühel (Volkshochschule Kitzbühel-St. Johann)
18.11.2019: Lesungen an Schulen in St. Johann in Tirol im Rahmen des Großen österr. Vorlesetags!
19.11.2019 | 19:30: Kulturzentrum Alte Gerberei, St. Johann in Tirol

1.10.2019

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