Projektbeschreibung

München | Ausgabe 42 | Winter 2017

Lohberger, der Premium-Küchenanbieter für die Hotellerie und Gastronomie, hat mit dem T1 einen faszinierenden Herd für den Privatbereich aufgelegt. Inspiriert von Spitzenkoch Roland Trettl, in Form gebracht von Robert Blaschke (raumbau architekten). Wie kam es dazu? Ein Interview mit Roland Trettl und Manfred Huber (CEO Lohberger).

Der T1 wirkt wie eine moderne Skulptur. Was ist die Idee dahinter?

Roland Trettl: Kochen ist ja eigentlich etwas sehr Sakrales. Ein Herd, genau wie ein Altar, muss zeitlos sein und stellt deshalb höchste Ansprüche ans Design: auf das Wesentliche reduziert und so funktional wie möglich. Die Oberfläche aus Bronze steht für die Hitze, das Feuer, die Kraft zum Kochen. Edelstahl ist ein tolles Material für die Konstruktion des Unterbaus, robust und technologisch. Doch die Oberfläche aus Bronze verleiht ihm eine zusätzliche Dimension, und die Kombination ist einzigartig.

Wie kann es zur Zusammenarbeit mit Roland Trettl?

Manfred Huber: Wir haben mit Roland Trettl schon vor über zehn Jahren die Küche im Hangar-7/ IKARUS realisiert. Als er 2013 den Hangar-7 verließ, gab es von unserer Seite bald den Wunsch, gemeinsam etwas Neues zu machen. Wir haben uns daraufhin zusammengesetzt, und da war sehr schnell klar: Wir bauen Profitechnik für daheim. Aber nicht nur tolle Technik, sondern auch wirklich tolles Design.

Was ist besonders an diesem neuen Produkt?

Manfred Huber: Dieser Herd vereint das aktuell Beste aus zwei verschiedenen Welten: Profitechnik und Design. Besonders für die Küche gibt es das in der Form noch nicht, also auch die Verbindung von völliger Ursprünglichkeit mit Hightech. Kein T1 gleicht dem anderen. Jedes Stück ist ein Einzelstück.

Für wen genau ist der T1 gemacht?

Roland Trettl: Für Menschen, für die gemeinsam kochen und essen nicht nur Nahrungsaufnahme ist, sondern die dieses Erlebnis auch unmittelbar teilen möchten. Für Architekten, die für ihre Kunden etwas Einmaliges, etwas ganz Eigenes suchen. Nicht nur etwas technisch Hochprofessionelles, sondern quasi architektonische Handarbeit. Und natürlich für jene, die auch daheim die „PS“ spüren möchten. Lohberger Profitechnik wird damit erstmals für den privaten Bereich nutzbar gemacht.

Hat sich die Bedeutung der Küche gewandelt?

Roland Trettl: Ja. Das ging zu Beginn vom gemeinsamen Mittagstisch weg, hin zu Mikrowelle und Fast Food. Jetzt kehrt es langsam wieder zurück zum Homing and Cocooning. Es gibt wieder mehr Zusammensein. Es geht ja nicht nur um das Ergebnis auf dem Teller, sondern auch darum, beim Prozess dabei zu sein. Das haben unsere Vorfahren schon so gemacht, da braucht es keine Spielereien, da geht es wirklich um das Archaische, das Erdige. Und auch um das Metaphorische und um das echte Feuer in unserer Mitte.

Woher kommt die Sehnsucht, sich zum Kochen und Essen zu versammeln?

Roland Trettl: Für die gesamte Menschheit war und ist das Feuer das zentrale Element. Damit begannen die Beherrschung der Umwelt, der Schutz vor ihr und die Erzeugung von Licht und Wärme. Feuer verbindet auf unterschiedlichste Arten. Dies ist in das Design des T1 eingeflossen: Er kann auch als Bar genutzt werden. Die einfahrbare Vorderwand schafft Platz für Geselligkeit. So wird wieder mehr Rücksicht auf den Menschen genommen.

Was sind die Herausforderungen für Lohberger in der Zukunft?

Manfred Huber: Alles wird schneller, billiger, digitaler und oberflächlicher. Wir wollen den Kunden zeigen, wie sich ein Markenprodukt – und zwar abseits vom Preis – von billigem Ramsch unterscheidet: durch echten Mehrwert und Faszination, durch spürbare Qualität daheim oder in der Profiküche. Wir stellen uns gerne den schwierigsten Herausforderungen.

Effizienz, Leistung und Nachhaltigkeit

Lohberger baut seit 1925 Holzherde und Öfen und seit 1949 professionelle Küchenausstattungen für die Gastronomie und Hotellerie. Seitdem hat sich das Unternehmen vom Metallverarbeiter zum innovativen Technologieführer gewandelt. Im Firmensitz Schalchen, Oberösterreich, spielt Hightech eine ebenso wichtige Rolle wie die Handwerkskunst. Nicht ohne Grund setzen Spitzengastronomen europaweit auf das Know-how der Marke Lohberger.

Kontakt

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