Projekt Beschreibung

Auch Museen setzen in Zeiten von Ausgangssperre vermehrt auf virtuelle Führungen durch die Schauräume. Bild: Mick Haupt, www.unsplash.com

Streamingdienste, Youtube, Podcasts – Internet und Social Media generell – sind im Zeichen der Coronakrise für viele Kulturbetriebe und Künstler*innen besonders wichtig. Existenziell, um beim Publikum präsent zu bleiben. Gerade auch für die Zeit nach Quarantäne, Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Große Museen, Theater und Musikveranstalter präsentieren ihre Aufführungen und Präsentationen jetzt online. Auch kleine Vereine und Künstler, die unter der aktuellen Situation wirtschaftlich existenziell bedroht sind, setzen auf live Streaming, Podcasts und Online-Videos. Mit viel Kreativität tragen sie so dazu bei, Isolation und Ausgangsbeschränkungen erträglicher zu machen.

Auch zahlreiche aktuelle Theater machen ihre „Corona“-Premieren per Streaming und Youtube zugänglich. Foto von Graka M. auf Pixabay

Coronakrise ohne Streaming, Internet und Social Media?

Angesichts leerer Säle und abgesagter Vorstellungen machen sie so Smartphone und PC zur virtuellen Bühne. Und das Publikum jubelt, interagiert und staunt nun vom Sofa aus. Da bekommt Sofarock (das ist jetzt eher was für Kinder) eine völlig neue Bedeutung.

Kann sich jemand eigentlich vorstellen, wie die jetzige Situation ohne Streaming, Internet und Social Media auszuhalten wäre? „Das Internet hat keine Zukunft“ oder „Facebook wird in ein paar Jahren kein Thema mehr sein“ lauteten sinngemäß Aussagen vor wenigen Jahrzehnten. Wie gut, dass diese Prognosen, die so mancher Experte und Zukunftsforscher abgegeben hat, nicht eingetroffen sind.

Screenshot: Die österreichischen Star-Kabarettisten Eckel & Niavarani & Sarsam z.B. ersetzen Ihre geplanten Auftritte gezwungenermaßen durch diesen Corona-Podcast via Skype.

Links und Streaming-Tipps für zuhause

Um Ihnen das zuhause sein Müssen zu erleichtern und auch um die Kulturschaffenden zu unterstützen, haben wir für Sie einige Streaming- und Online-Links gesammelt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit selbstverständlich.

Typisch Österreich

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Das ist – typisch Österreich – vielerorts die Devise. Die Kabarettisten Eckel & Niavarani & Sarsam z.B. ersetzen Ihre geplanten Auftritte gezwungenermaßen durch diesen Corona-Podcast via Skype. Ansonsten liefert der ORF in diesem Artikel unter dem Titel „Das Online-Exil der Kulturnation“ eine Unmenge an Links zu Streamings, Videos (auch on Demand), Podcasts etc. Aus allen Kultursparten, aus allen Bundesländern, für alle Altersgruppen. Von den Stay-at-Home-Sessions von FM4 (Stay at Home, Baby, täglich ab 19 Uhr Live-Streamings) bis hin zur Neuinszenierung von Beethovens „Fidelio“ an der Staatsoper Wien.

War auch im Live-Streaming zu sehen: Neuinszenierung der Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven an der Wiener Staatsoper/Theater an der Wien. Foto: © Monika Rittershaus (Arnold Schoenberg Chor, Christiof Fischesser/Rocco, Gábor Bretz/Don Pizarro), Vereinigte Bühnen Wien/VBW

 Auch das bedeutendste Filmfestival Österreichs, die Grazer Diagonale, stellt sein gesamtes Programm jetzt unter dem Titel „Diagonale 2020 – Die Unvollendete“ als Online-Festival via ORF (1, 2 und III) und Flimmit per Streaming (Festivalabo für € 4,99) zur Verfügung.

International

Auch die Art Basel Hongkong ist wegen der Corona-Krise nur virtuell in Online Viewing Rooms zu sehen. Foto: © Art Basel

Museen mit virtuellen Führungen

Viele berühmte internationale Museen sind per virtueller Führung „zugänglich“. Bei Google Arts & Culture findet man u.a.:

Beim US- Webmagazin Sight Unseen  sind die Redakteure für mindestens eine Woche jeden Tag um 19:00 Uhr auf Instagram live und sprechen mit Protagonisten der internationalen Designerszene.

Kunst und Kultur sind gerade in dieser Zeit für Geist und Seele besonders wichtig. Viele kleinere Ensembles, Musiker und Künstler sind mit Streamings, Videos auf Youtube, Vimeo, Facebook etc. gerade besonders kreativ und aktiv. Viele sind durch Veranstaltungsabsagen existenziell bedroht. Es bleibt zu hoffen, dass die Vielfalt der Kunst- und Kulturszene erhalten bleibt. Dass ihre Wertschätzung durch Staat und Gesellschaft steigt und sich auch materiell mehr niederschlägt.

26.03.2020

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