Projekt Beschreibung

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Die Italian Sea Group bringt mit Lamborghini eine 60-Knoten-Yacht auf den Markt. 15 Einheiten der Limited Edition sind bereits verkauft.

Viele Automobil-Hersteller, insbesondere aus dem Luxus-Segment, verbinden sich gern mit Werften, um einen gewissen Image-Transfer zu erzeugen und ihr Marketing auf andere Kundenkreise auszuweiten. So lancierte Mercedes-Benz gemeinsam mit Silver Arrows Marine die Arrow 460, Aston Martin entwarf zusammen mit Quintessence Yachts die AM37, Bugatti baut mit Palmer Johnson (angeblich) die 20 Meter lange und auf 66 Exemplare limitierte Niniette und das Designstudio F. A. Porsche entwarf für Dynamiq Yachts die Gran Turismo 115 sowie für die Royal Falcon Fleet einen 41-Meter-Katamaran. Ein weiteres Beispiel ist noch Lexus. Die Premiumtochter von Toyota ließ von der US-amerikanischen Werft Marquis Yachts die knapp 20 Meter lange LY 650 anfertigen und plant offenbar ein weiteres Modell. Was all diese Kooperationen gemeinsam haben: wirtschaftlich funktionieren sie nicht so richtig.

Inspiration vom legendären Countach

Nun schickt sich aber ein rein italienisches Duo dies zu ändern. Automobili Lamborghini aus Sant‘ Agata Bolognese und die Italian Sea Group, eine vergleichsweise noch junge Werft aus Marina di Cararra, werden im Frühjahr kommenden Jahres die erste Tecnomar for Lamborghini 63 aufs Wasser schicken. Gestaltet von Centro Stile Lamborghini mit dem technischen Input der R&D-Abteilung der Italian Sea Group bringt es die 19,50 Meter lange und 5,42 Meter breite Yacht nämlich auf einen Topspeed von 60 Knoten, umgerechnet also auf über 110 km/h. Zwei je 1471 Kilowatt starke Dieselmotoren von MAN sorgen für den Vorschub der nur 24 Tonnen schweren und komplett aus Carbon gefertigten Yacht. Geübte Lamborghini-Fahrer müssen sich im ebenfalls mit Carbon ausgelegten Cockpit übrigens nicht großartig umgewöhnen – der Startknopf sieht genauso aus wie im Auto. Von der Straße inspiriert sind auch mehrere Design-Elemente der Yacht – das Hardtop etwa von den Lamborghini-Roadstern, die Scheinwerfer im Bug vom Terzo Millennio und Sián FKP 37, das Gesamtkonzept vom Miura und Countach aus den 1960er respektive 1970er Jahren.