Projekt Beschreibung

Lobmeyr Glas: Champagner Serie von Lionel Favre in Kooperation mit Galerie Mauroner zum 100. Jubiläum der Salzburger Festspiele

Salzburg | Ausgabe 1 | Winter 2020

Das MOMA in New York sammelt sie, Alain Ducasse serviert sie, die besten Designer entwerfen sie – und Menschen in aller Welt schätzen sie: Gläser der Wiener Manufaktur J. & L. Lobmeyr üben universelle Faszination aus. Das Unternehmen begeht heuer sein 190-jähriges Bestehen.

Es sind die kleinen, feinen Unterschiede, die Lobmeyr-Gläser ausmachen und Lobmeyr-Fans in aller Welt begeistern. Die Meisterschaft der Lobmeyr-Glasbläser zeigt sich in der Herstellung von hauchzartem Musselin-Glas. Mit einer Stärke von weniger als einem Millimeter sorgt es für einen unvergleichlich feinen Kontakt zwischen Mund, Glas und Getränk – eine sinnliche Erfahrung, die „das eigene Verhalten verändert“, wie es der New Yorker Design-Guru Murray Moss beschreibt. „Man wird eleganter, anmutiger.“ Bis zum Verkauf durchläuft ein Lobmeyr-Glas mindestens vier Qualitätskontrollen, die letzte immer durch ein Familienmitglied.

Ein Kronleuchter für die MET Opera in New York von der Wiener Manufaktur J. & L. Lobmeyr

Zusammenbau eines MET Opera Chandeliers in den Lobmeyr Werkstätten in Wien

Von Loos bis Lang

Die Gestalter von Lobmeyr sind Maler, Architekten oder Designer. Um die Jahrhundertwende waren es Josef Hoffmann oder Adolf Loos, heute sind es u.a. Stefan Sagmeister, Helmut Lang, Ted Muehling, Gregor Eichinger, Michael Anastassiades, Tomàs Alonso, Marco Dessí. „Wir bekommen regelmäßig Anfragen von Entwerfern aus aller Welt“, erzählt Leonid Rath, der das Unternehmen in sechster Generation, gemeinsam mit seinen Cousins Andreas und Johannes Rath leitet.

Hier wird noch alles von Hand gefertigt: Lobmeyr Glas

Glasgravur in der Lobmeyr Werkstatt

Auf den Tafeln der Welt

Auch Hauben-Gastronomen setzen auf den Zauber der Lobmeyr-Gläser. Darunter Altmeister Alain Ducasse oder der katalanische Avantgarde-Koch Ferran Adrià. „Sie schätzen vor allem die außergewöhnlichen Formen, zum Beispiel unsere Kugeldosen“, so Rath. „Besonders stark sind wir auch in der japanischen Gastronomie. Dort wird aus unterschiedlichen Formen serviert, die je nach Speise, Getränk und Gast ganz bewusst eingesetzt werden. Das Spielerische und Neugierige, die sinnlich verfeinerte Erfahrung – das kommt unserem eigenen Ansatz sehr entgegen.“