Zeit für echte Werte

Die eigenen Bedürfnisse

  • Wohnzimmer mit Kamin und Mustertapete - Mang Mauritz Design
    Quelle: Kilian Bishop
Zeit für echte Werte 2017-09-28T10:15:45+00:00

Projektbeschreibung

München | Ausgabe 41 | Herbst 2017

Unsere Privatsphäre erlebt eine Renaissance. In einer Umgebung, die sich endlich wieder echt anfühlt. So berichten es die Münchener Architekten Mang und Mauritz.

Wir leben in Zeiten, in denen unsere Öffentlichkeit eine völlig neue Dimension erreicht. Sozial vernetzt, stets im Bilde und auf allen Kanälen erreichbar. Wir sind immer da – auch dann, wenn wir mal weg sind. Rundum präsent, selbst an freien Tagen und im Urlaub. Es ist deshalb nur als logische Konsequenz zu betrachten, dass sich unsere Wünsche und Bedürfnisse in diesen Zeiten neu justieren; wenn es darum geht, sich in einer immer weiter beschleunigenden Welt ein wenig Ruhe zu gönnen. Die Außendarstellung rückt in den Hintergrund. Während unsere Rückzugsorte eine neue Privatheit erhalten, mit mehr Familie, mehr Nähe, einfach mehr – vom echten Leben.

Die eigenen Bedürfnisse

„Wir stellen fest, dass unsere Bauherren weniger Wert auf die offensichtliche Repräsentanz ihrer Objekte legen als noch in den vergangenen Jahren“, sagt der Münchener Architekt Stefan Mauritz: „Es geht wieder mehr um den Bewohner selbst. Wozu benötige ich beispielsweise einen herrschaftlichen Eingang, wenn ich meine Wohnräume in neun von zehn Fällen über die Garage erreiche?“ Gerade bei Neubauten habe die Tiefgarage einen hohen Stellenwert. Schließlich sei dies der Ort, an dem die Privatsphäre Tag für Tag beginnt – und endet. „Die Gestaltungsfreude unserer Kunden ist dabei ausgesprochen groß“, so Mauritz. „Wir haben schon eine Tiefgarage mit Parkett ausgeführt.“ Neben dem Schaffen eines persönlichen Eingangsrituals findet sich die neue Wertschätzung für die eigenen Bedürfnisse auch in der Aufteilung von Räumlichkeiten wieder. Ein klassisches Esszimmer ist immer seltener erwünscht. Stattdessen versammelt man sich in einem offen gestalteten Wohnbereich, genießt das innerfamiliäre Zusammensein und kehrt dabei gerne an den guten, alten Küchentisch zurück.

Spürbare Haptik

In den Räumen, die für diese neu erlebte Privatheit gestaltet werden, gewinnt die Haptik von Oberflächen an Bedeutung. „Unsere Kunden sehnen sich nach Stofflichkeit und Patina“, weiß Thomas Mang zu berichten, der im Büro von Mang Mauritz für das Interior Design verantwortlich ist: „Der Wunsch ist, einen Raum nicht nur zu sehen, sondern mehr denn je zu fühlen.“ Es geht um eine bis ins feinste Detail abgestimmte Gesamtheit aus Möbelstücken und Accessoires, aus Farbnuancen, Licht und Stoffen. Vorhänge und Textilien rücken wieder in den Fokus. Textur ist wichtig. Natürliche Materialien liegen im Trend, am liebsten zum Greifen nah. „Es ist wie das Berühren von Haut“, sagt Mang. „Ein solcher Sinneseindruck löst positive Assoziationen aus, schenkt uns ein Gefühl der Geborgenheit.“ Haptik also, als spürbarer Kontrast vor allzu viel Glattheit, der wir auf unseren Smartphones und Tablets und nahezu allen modernen Flächen mehr denn je begegnen. Deshalb arbeiten Mang und Mauritz mit Designern wie dem Österreicher Stefan Knopp oder dem Franzosen Philippe Hurel zusammen, die ihre charakterstarken Holzmöbel und Accessoires in aufwändiger Handarbeit fertigen. Vertrauensvolle Kooperationen pflegen die beiden Architekten auch mit den italienischen Luxusmöbel-Spezialisten von Promemoria, mit der im Jahr 1747 gegründeten Porzellanmanufaktur Nymphenburg sowie dem in Chicago ansässigen, für seine einzigartigen Stücke weltweit renommierten Leuchten-Designer Kevin Reilly. Es geht um Individualität. Um Ecken und Kanten. Und eine Umgebung, die weniger steril als vielmehr authentisch und dadurch besonders nahbar ist.

Muster und Kontraste

Natürlich verzichten auch Mang und Mauritz nicht auf schlichte Eleganz und Perfektion, die sie vom ersten Entwurf an zwischen Architektur und Interior Design aufeinander abstimmen. Den feinen Unterschied machen jedoch die Kleinigkeiten, berührende Details und dekorative Elemente. Das Duo arbeitet bewusst mit Mustern, belebt Kontraste, erschafft Übergänge und platziert sorgsam ausgewählte Accessoires, ob Flohmarktfund oder Porzellanvase. „Wir reisen viel und lassen uns auf den Antikmärkten in New York, Paris oder Mailand inspirieren“, erzählt Thomas Mang, und Stefan Mauritz fügt hinzu: „Ausgefallene Stücke im Kontext einer wertigen Materialität zu inszenieren, all dies im Umfeld konsequenter Architektur – das ist der Anspruch, den wir haben. Und den wir unseren Kunden mit unserer Arbeit zugänglich machen möchten.“

Kontakt

Mang Mauritz Design GmbH
Pilotystraße 4
D-80538 München
T +49 (0)89 710466980
F +49 (0)89 710466989
info@mangmauritz.com
www.mangmauritz.com

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