Projektbeschreibung

Naturnahe Gartengestaltung oder sachliche geometrische Formen mit wenigen Akzenten? Wer seinen Garten nach den neuesten Trends und die Terrasse möglichst modern gestalten möchte, hat es auch diesen Sommer nicht leicht. Denn bei Gartenmöbeln und -gestaltung von einem Trend zu sprechen, ist verwegen. Einen wirklichen Trend gibt es hier nicht.

Erlaubt ist vielmehr, was gefällt, bequem ist und vor allem zum Verweilen und Entspannen einlädt. Man darf kreativ sein und dem eigenen Geschmack Raum geben. Dennoch hat sich der STREIFZUG auf der Maison & Objet Paris und der Ambiente in Frankfurt umgesehen und die fünf Must-Haves für den Sommer 2019 zusammengestellt.

Outdoor-Cooking: Kochen im Freien

Selbstgekochtes schmeckt einfach am besten. Ob kleine Kochstelle, High-End-Grillstation oder eben die richtig große Freiluftküche: kochen im Garten macht Freude. Hier steht vor allem der soziale Aspekt im Vordergrund. Kommt die Familie am Wochenende zusammen, darf auch ruhig einmal etwas größer aufgetischt werden. Um so praktischer, wenn man das entsprechende Geschirr dann auch gleich zur Stelle hat. Besonders reizvoll: Die Natur landet im Kochtopf. Selbstangebautes Gemüse und Kräuter werden vor den Augen der Gäste gleich mitverkocht.

WWOO Outdoor Küchen von 2 Metern Höhe und 6 Metern Breite in Anthrazit mit integriertem Pizzaofen, Big Green Egg und Spüle. So kann im Garten Kochen aussehen.
WWOO Outdoor Küchen von 2 Metern Höhe und 6 Metern Breite in Anthrazit mit integriertem Pizzaofen, Big Green Egg und Spüle.

Pavillons: Frühstück im Salettl

Wem die Freiluftküche dann doch zu luftig ist, der kann sich an kühleren Frühlingstagen in sein pittoreskes Salettl unter dem alten Apfelbaum zurückziehen. Das Pagodendach erinnert an die letzte Chinareise, offene Holzkonstruktionen wiederum an die alten Herrschaftsvillen aus dem letzten Jahrhundert. Auch extravagante Architektur findet hier ihren Platz. Wichtig ist nur, dass der Pavillon zum Garten oder zum Gesamtbild des Hauses passt. Flexibel bleibt man mit einer stabilen Zeltkonstruktion und offen Seitenwänden. Leichte Vorhänge vermitteln hier Gemütlichkeit und schützen dennoch vor zu viel Sonne. Je nach Verwendungszweck und Größe des Pavillons findet hier auch der gesamte Esstisch Platz.

MANUTTI Collection Kobo & Coffee Table Torsa
MANUTTI Collection Kobo & Coffee Table Torsa

Schwimmteiche: Nahe am Wasser

Natürlicher wird nicht nur der Garten, auch das Thema Wasser wird mit dem gesteigerten Bewusstsein für Umwelt und Ressourcen neu interpretiert. Waren Schwimmteiche vor einigen Jahren noch etwas für engagierte Ökos, zeugt das Baden im naturnahen Wasser heute von der neuen Verbindung mit der Natur. Ein besonderer Vorteil: Ist der Schwimmteich erst richtig angelegt, ist er nicht nur ein Genuss für das Auge und ein Ruhepol, sondern er reinigt sich praktischerweise auch von selbst – und ohne den Einsatz von Chemikalien. Da ein Schwimmteich über viele Jahre bestehen soll, sollte man die Anlegung und Bepflanzung unbedingt einem professionellen Gartengestalter überlassen. Hierzu gehört auch die jährliche Wartung vom Fachmann. Denn nur so ist sichergestellt, dass man sich beim morgendlichen Schwimmen nicht in den Seerosen verfängt.

Schwimmteich von Eder Gartenarchitektur

Outdoor-Möbel: Wohnzimmer im Freien

Neue UV-resistente und wasserabweisende Stoffbezüge machen es möglich: Die Grenzen zwischen Wohnzimmer und Gartenlounge sind fließend. Kissen, Teppiche, Flechtmöbel und Leuchten werden jetzt ins Freie getragen und sorgen für kuschelweiche Abende unter dem Sternenzelt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Garten wird zur erweiterten Deko-Zone. Wichtig auch hier: Drapierungen wie aus dem Katalog sind out. Die Natur und die Umgebung wird in die Gestaltung miteinbezogen. Großzügig und bequem soll es sein und die persönliche Note des Hausbesitzers darf mitschwingen.

Retro-Chic: Von Wäscheleinen und Stahlrohr

Wer kennt sie nicht, Omas Gartenstühle mit Plastikschnurbespannung? Optisch neu interpretiert überzeugen die Möbel heute vor allem mit knalligen Farben und schlichtem Design. Kantiges Stahlrohr in Verbindung mit zitronengelbem Polyrattan setzt neue Akzente auf der Terrasse. Aber auch runde Muschelstühle sehen mit der leichten Spaghetti-Schnürung einfach nur lässig aus. Ein guter Tipp auch für den neuen Liegestuhl: Die Polyrattan-Bespannung sieht nämlich nicht nur gut aus, sondern ist auch unglaublich bequem.

Spätestens jetzt – zum 100. Geburtstag der Bauhaus-Bewegung – sollte man auch den alten Freischwinger oder den Lederwürfel wieder aus dem Keller holen und ins rechte Licht rücken. Doch Vorsicht! Wer nicht in einem Haus, entworfen vom Architekten Le Corbusier persönlich sitzt, sollte vor zu viel Bauhaus-Dekoration Abstand nehmen. Schnell könnte ein „zu gewollter“ Eindruck entstehen. Als einzelner Blickfänger oder Retro-Statement sind die Designklassiker aber durchaus geeignet.

Ames Marak (Bild: Andres Valbuena)
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