Projektbeschreibung

Kitzbühel | Ausgabe 41 | Sommer 2017

„Rarität – unbebautes Grundstücks in attraktiver Lage zum Verkauf …“, ist hin und wieder in einem Inserat zu lesen. Und es stimmt: unbebaute Grundstücke in guten Lagen sind im Raum Kitzbühel beinahe schon Rarität!

Das Angebot an freien Grundstücken verringert sich laufend. Auch sind im alpinen Siedlungsgebiet zur Bebauung geeignete Grundflächen nur eingeschränkt verfügbar. Neuwidmungen erfolgen immer restriktiver. Für Kaufinteressenten wird es immer schwieriger, passende Grundstücke zu erwerben.

Weil: Die Nachfrage nach einem Grundstück ist ungebrochen hoch. Und: Sie wird weiter steigen. Ebenso wie die Bevölkerung der nahegelegenen Ballungszentren. Beispielsweise wird der Region Oberbayern laut Statistischem Zentralamt bis 2030 – als eine der wenigen deutschen Regionen – sogar eine „stark zunehmende“ Bevölkerungsentwicklung prognostiziert. Das macht es für viele noch attraktiver, sich dem Dichtestress des Alltages durch ein Domizil in den Bergen zu entziehen. Dank Internet kann auch aus der Ferne gearbeitet werden. Ein (zusätzlicher) Wohnsitz im ländlichen Raum, dazu noch in einer weitestgehend heilen Umwelt, ist da ein allzu verständlicher Wunsch.

Das Angebot am Grundstücksmarkt ist jedoch sehr rar – nicht nur durch den natürlich begrenzten Siedlungsraum. Es gelangen bei weitem nicht alle Grundstücke in überschaubarer Zeit auf den Markt! Freie Grundstücke werden oft (auch) als Geldanlage gehalten. Denn Immobilien – ob bebaut oder unbebaut – haben in den letzten Jahren wesentlich höhere Wertsteigerungen erfahren als alternative Geldveranlagungen am Kapitalmarkt.

Aufgrund des in nachgefragten Regionen nahezu „ausverkauften“ Grundstücksmarktes sind Kaufinteressenten immer öfter bereit, bebaute Liegenschaften in den gewünschten Lagen zu erwerben. Der Gebäudebestand wird aber meist nicht saniert oder umgebaut; er wird abgerissen und auf dem dann unverbauten Grundstück ein neues Gebäude errichtet.

Der Erwerb eines bebauten Grundstückes hat den Vorteil, es nicht innerhalb von vorgegebenen Fristen bebauen zu müssen. Zudem können bereits bezahlte Erschließungskosten für den Altbestand auf den Neubau angerechnet werden. Die Nachteile sind überschaubar und bestehen vor allem in den zusätzlichen Kosten für den Gebäudeabbruch samt Abtransport und Deponierung. Für die Gemeinden führt dies zu einer langsamen Erneuerung des zum Teil alten und unansehnlichen Gebäudebestandes, somit zu einer Erneuerung des Orts-/Stadtbildes.

Daher: Auf der Suche nach einem unbebauten Grundstück sollte durchaus eine Liegenschaft mit Altbestand in Betracht gezogen werden. Die Chancen erhöhen sich beträchtlich, auf diesem Wege zu einem „Baugrundstück“ zu kommen …

Aber auch hier gilt: Vor einem Ankauf sollten unbedingt sämtliche Umstände von Fachleuten genau geprüft werden, um alle rechtlichen und technischen Aspekte zu berücksichtigen und vor unliebsamen Überraschungen gefeit zu sein.

Kontakt

Dr. Christian Neumayr MRICS
Member of the Royal Institution of Chartered Surveyors
Immobilientreuhänder und Gerichtssachverständiger
Kaiserstraße 12a
A-6380 St. Johann
T +43 (0)664 530 73 73
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