Projekt Beschreibung

Yachting | 2021

SAY Carbon Yachts liefert mit der SAY 42 jetzt auch einen schnittigen Allrounder. Sie ist das Upgrade zur beliebten SAY 29.

Still ruht der Bodensee. Der Rauwasser-Test mit der brandneuen SAY 42 muss deshalb ausfallen, aber immerhin können wir die „atemberaubende Beschleunigung“, die uns SAY-CEO Karl Wagner versprochen hat, ausprobieren. Wagner gilt als einer der versiertesten Carbon-Experten Europas, war früher unter anderem Zulieferer der Formel 1 und setzt bei SAY Carbon Yachts ausschließlich auf den leichten Werkstoff. „Das geringe Gewicht hat nur Vorteile“, sagt er. „Wir benötigen weniger Leistung, um auf hohe Geschwindigkeiten zu kommen und verbrauchen dabei noch weniger Kraftstoff.“

Say Carbon Yachts: der schnittige Allrounder

Magische Grenze von 50 Knoten

Das stylische Design des knapp 13 Meter langen und vier Meter breiten Allrounders bestellte Wagner passend zum Leistungsvermögen bei einem Automotive-Spezialisten. KET, nicht abgekürzt: Karosserie Entwicklung Thurner, aus München zeichnete ein sehr sportliches Boot, bei dem vor allem die exponierte Liegefläche im Heck, die breite Badeplattform und das große Skylight im Bug auffallen. Im Motorenraum unter der „Liegewiese“ arbeiten bei dieser SAY zwei je 430 PS starke Benziner von Volvo Penta (V8-430 DPS 6,2l), optional können auch etwas stärkere 7,4-l-Maschinen von Ilmor geliefert werden. Diese sind 483 PS stark und sollen das Boot über die magische Grenze von 50 Knoten bringen. 800 Liter Kraftstoff kann die SAY 42 für ihre schnellen Törns bunkern.

Der Tisch wird zur Liegefläche

Bevor wir ablegen, inspizieren wir kurz noch die Ausstattung des 4,3-Tonners. Hinter dem Sun-Pad im Heck können acht Gäste einen Tisch samt integrierter Glas- und Flaschenhalter nutzen, für ausreichend Nachschub sorgt ein Kühlschrank. Alternativ kann der Tisch abgesenkt und eine zweite, stärker geschützte Liegefläche geschaffen werden.

Schnell benötigte Utensilien wie Jacken, Taschen oder Schuhe nehmen die Stauräume im Schanzkleid auf; achtern sichern zwei gespannte Netze das Durchrutschen von Kindern und Taschen ab. Die Kabine, die über eine Carbon-Türe betreten wird, zeigt ausreichend Stehhöhe, genügend Platz zum Übernachten – idealerweise für zwei Personen – und ein veritables Bad samt Dusche (Stehhöhe 1,90 m).