Projekt Beschreibung

10.09.2020

Dass Hamburg ein Vorreiter in Sachen Wohnqualität ist und eine hohe Bedeutsamkeit als Wirtschaftsstandort mit zahlreichen Kultur- und Bildungsmöglichkeiten hat, ist Langzeit bekannt. Kein Wunder also, dass die Metropole hinsichtlich Preisniveau, hinter München und Frankfurt, bereits auf Platz drei des deutschen Immobilienmarktes liegt.

Die Schönheit der Hamburger Binnenalster.

Erlebnis Elbstadt

Attraktionen soweit das Auge reicht: Beispielsweise das interkulturelle Portugiesen-Viertel, die maritimen Hafenanlagen, die unverkennbaren Backsteinbauten, zahlreiche Kulturgüter, das großzügige Repertoire an Musicals u.v.m. locken die Gäste. Doch nicht nur der Tourismus boomt in der Hansestadt. Auch Bewohner lieben ihre Heimat. Das umfangreiche Gastronomie-Angebot, die gute Infrastruktur, die mächtige Industrie sowie Ausbildungs- und Arbeitsoptionen machen Hamburg zu einer der attraktivsten Städte der Welt. Hinzu kommen die in unmittelbarer Umgebung liegende wunderschöne Natur mit den Harburger Bergen im Elbtal sowie die geringe Entfernung zur beliebten Insel Sylt. Auch das maritime Flair durch Ost- und Nordsee und beeindruckende Landschaften wie Helgoland oder die Lüneburger Heide in der Nähe sind von großer Bedeutung. Ein Charme, wie er nur in Hamburg zu finden ist.

Es wird viel gebaut in der HafenCity, um das jährliche Ziel der Wohnungsschaffung zu erreichen.

Wohnqualität hat ihren Preis

Diese Attraktivität Hamburgs sorgt dafür, dass es immer mehr Menschen dorthin zieht. Mittlerweile ist die Nachfrage am Immobilienmarkt sogar größer als das Angebot. Obwohl das Ziel der Stadt, jährlich mind. 10.000 Wohnungen zu realisieren, quasi immer übertroffen wird, reicht das Angebot dennoch nicht. Dieser Nachfrage-Überschuss wie aber auch die anhaltende Niedrigzinspolitik lassen die Preise in die Höhe schnellen. Somit ist Hamburg kaum mehr leistbar für den Otto-Normal-Verdiener. Denn sowohl Kauf- als auch Mietpreise steigen stetig. Laut Engel & Völkers lagen die Mietpreise von Bestandsobjekten im Jahr 2019 bei durchschnittlich € 11,86 – ein Anstieg von über 2% im Gegensatz zum Vorjahr. Eigentumswohnungen hingegen variieren noch stärker. Bestandsobjekte sind im jährlichen Vergleich über 12% gestiegen und liegen mittlerweile bei rund € 5019,00/m2. Bei Neubauwohnungen ist die Entwicklung ähnlich: Hier liegt der Quadratmeterpreis bei ca. € 5883, was einen Anstieg von mehr als 11% im Gegensatz zum Vorjahr bedeutet. Dennoch liegt die Attraktivität der Elbmetropole über dem Preisniveau – dies spiegelt sich auch in der Leerstandsquote wider, denn lediglich 0,5% von Hamburgs Wohnungen sind unbewohnt, wie Engel & Völkers weiter berichtet.

Die Nachfrage an Immobilien wird nicht weniger – auch nicht in Zeiten wie diesen.

Neue Trends und Bedürfnisse

Auch der Krise hat der Hamburger Immobilienmarkt die Stirn geboten. Dieser zeigte sich weitestgehend immun. Laut Immobilienexperte Alexander Stehle, Geschäftsführer von Hamburg Sotheby’s International Realty, lässt sich dies ganz einfach erklären: „Wohneigentum ist noch immer die einzige zugleich nutzbare Altersvorsorge.“ Immobilien gelten als wertstabile und sichere Anlage – vorrangig in einer Stadt wie Hamburg.
Weiters berichtet Stehle, dass sich aber die Vorstellungen der Kunden geändert haben. Nach dem Lock-Down hat sich herauskristallisiert, dass Geräumigkeit und Naturnähe für die Menschen immer wichtiger werden. Zudem seien ein Garten und/oder Balkon sowie ein zusätzliches Zimmer (für Home-Office, etc.) beim Immobilienkauf kaum mehr wegzudenken. Auch der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit, z.B. in Bezug auf Wärmerückgewinnung oder Holzbau, wächst zunehmend. Das Problem hierbei jedoch ist der fehlende Platz für Neubauten – vor allem in den beliebteren Stadtteilen.

Hamburg Speicherstadt – rote Backsteinbauten soweit das Auge reicht.

Hamburg in Vierteln

Auch Hamburg ist nicht überall gleich. Die unterschiedlichen Viertel haben unterschiedliche Vorzüge. Dies schlägt sich auch in den Preisen nieder. Zu den wohl teuersten Gegenden zählen Eppendorf, Winterhude und die Gebiete direkt an der Elbe, wie Ottensen oder Sülldorf. Aber auch Blankenese, Othmarschen, HafenCity oder Bergedorf überzeugen von Exklusivität. Hier erreichen die Quadratmeterpreise Höhen von rund € 20.000. Aber auch die Stadtteile Horn, Billstedt, Barmbek-Nord usw. sind deutlich auf dem Vormarsch. Hier besteht eine Schwankungsbreite von € 2200 – 7000/m2. Tendenz steigend.

Allgemein betrachtet könnte diese Entwicklung jedoch irgendwann zum Problem werden. Denn obwohl die Kreditzinsen niedrig sind, steigen die Preise schnell und stark an – dies wiederum erfordert viel Eigenkapital, welches nur schwer aufgebracht werden kann, weil die Einkommen generell viel langsamer steigen. Hierfür gibt es nun mittlerweile auch Fördermöglichkeiten, um günstigere Darlehen zu erhalten.

Allein der Anblick des Hamburger Rathauses bei Dämmerung zeigt wie attraktiv die Weltmetropole ist.

Fazit: Die Attraktivität Hamburgs ist höher als je zuvor. So aber auch das Preisniveau. Nichtsdestotrotz sind sowohl Zahlkraft als auch Zahlungswille vorhanden. Eine gute Voraussetzung. Die wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern, lediglich die Trends und Vorstellungen vom Eigenheim werden variieren – man kann sich also auf viele weitere Luxusimmobilien in der Elbmetropole freuen.

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