Projekt Beschreibung

Gin boomt weltweit. Tiroler Gin-Produzenten etablieren sich in der Spitzengruppe. Foto: Katrin Hauf auf unsplash.com

Wer hätte das gedacht? Gin-Hochburg weltweit scheinen nicht die Niederlande zu sein. Dort wurde der Wacholderschnaps als „Genever“ vom Arzt Franciscus Sylvius Mitte des 17. Jahrhunderts erfunden. Auch nicht England. Dort führte ihn König Wilhelm III. von Oranien-Nassau als Gin gegen Ende des 17. Jahrhunderts aus seiner holländischen Heimat ein. Nein, das kleine Tirol scheint der Welt zu zeigen, was einen echten Gin so besonders macht.

Tiroler Gin Produzenten gewinnen Gold bei den WSA 2020.

Tiroler Produzenten reüssieren mit besonderen Gin-Zutaten bei den World Spirits Awards. Foto: Jez Timms auf unsplash.com

Nämlich neben den üblichen Zutaten wie Getreide oder Melasse und natürlich Wacholderbeeren sowie Gewürzen noch jede Menge Kreativität bei Geheimzutaten und viel Fingerspitzengefühl. Gold! Gold! Gold! Hieß es jedenfalls bei den World Spirits Awards (WSA) 2020 gleich siebenmal für vier Gin-Produzenten aus Tirol.

Dreimal Gin-Gold für Wacholderbären

Allen voran gewann die Wacholderbär GmbH mit dem Tiroler Sommelier Christian Auer im Führungstrio drei Goldmedaillen für ihre Gin-Kreationen. Die Eagles Future Distillery aus Igls gewann zweimal Gold, darunter einmal mit der höchsten Wertung für Tirol. Mit Peter Kronbichler aus Walchsee und Erber aus Brixen im Thale (Tirols ältester Edelbrenner seit 1651) konnten sich zwei Gin-Produzenten aus dem Tiroler Unterland je einmal in der Goldliste der Gewinner platzieren. Insgesamt wurden 49 Gins aus aller Welt mit Gold prämiert. 18 davon stammen aus Österreich. Sieben davon aus Tirol.

Wacholder ist eine der Hauptzutaten bei Gin. World Spirit Award 2020.

Wacholderbeeren, der wichtigste Gin-Aromagrundstoff wachsen in Tirol besonders auf sonnseitigen Hängen. Geerntet werden können sie nur alle zwei Jahre. Foto: Malka auf