Projekt Beschreibung

STREIFZUG München | Ausgabe 77 | Herbst 2026 | Text: Christian Bonk

Seit jeher sind die Münchner stolz auf ihre Hausberge und nutzen sie zunehmend vielfältig für sportliche Aktivitäten und naturgeprägte Entspannungserlebnisse. Während früher vor allem gut beschilderte Wanderwege für die klassische Gipfeljagd genutzt wurden, stehen heute Bike & Hike, sportliche Runden auf dem Gravelbike sowie Trailrunning oder Speedhiking im Mittelpunkt. Die Einwohner der charmanten Weltstadt mit Herz tauchen dabei tief in die Natur ein und arbeiten an ihrer Fitness – der Pulsfrequenzmesser gehört inzwischen ebenso zur Ausrüstung wie früher die gut gefüllte Brotzeitbox. Die Tourismusorganisationen haben Wege und Routen so angepasst und erweitert, dass jede Sportlerin und jeder Sportler passende Optionen findet – und gleichzeitig klassische Wanderer weiterhin auf ihren Lieblingsrouten beschaulich Höhenmeter sammeln können. So gut wie immer funktioniert dieses Miteinander im besten Einvernehmen, denn auch die meisten Fans der schnellen Bergsportarten üben Rücksichtnahme gegenüber anderen Bergfreunden.

Harmonisches Miteinander fürs individuelle Bergerlebnis

Bikeparadies Bayern

Das Erstaunliche: Die Tourismusorganisationen, die dieses wundervolle Voralpengebiet mit seinen teils alpinen Gipfeln pflegen, haben Wege und Routen so angepasst und erweitert, dass jede Sportlerin und jeder Sportler passende Optionen findet – und gleichzeitig klassische Wanderer weiterhin auf ihren Lieblingsrouten beschaulich Höhenmeter sammeln können. Fast immer funktioniert dieses Miteinander im besten Einvernehmen, denn auch die meisten Fans der schnellen Bergsportarten üben Rücksichtnahme gegenüber anderen Bergfreunden.

Einzig die stetig steigende Zahl an E-Bike-Enthusiasten führt mancherorts zu überfüllten Trails, da nun auch weniger trainierte Biker mühelos Gipfel und abgelegene Hütten erreichen können, die zuvor Mountainbikern vorbehalten waren. Doch auch für diese Zielgruppe entstehen immer mehr Routen, die auf die Bedürfnisse der Elektro-Zweirad-Fraktion abgestimmt sind – inklusive Akku-Ladenetz.

Auch „Bio-Bikes“ ohne Antrieb sind in den bayerischen Voralpen allgegenwärtig. Neben dem bewährten Mountainbike sind Gravelbikes auf dem Vormarsch, die rennradähnlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten mit hoher Geländetauglichkeit verbinden und zumindest auf breiten Wegen sowie ast- und wurzelfreien Trails lässig an Mountainbikes vorbeiziehen. Der erfahrene Mountainbiker findet zwischen Chiemsee, Tegernsee, Schliersee und München weiterhin spannende Trails, die aufgrund ihrer Anforderungen an Fahrtechnik und Federweg von keiner anderen Bike-Kategorie vereinnahmt werden.

Äußerst beliebt – besonders für Kurztrips am Wochenende oder nach dem vorgezogenen Feierabend – ist „Bike & Hike“, also die Kombination aus Anfahrt zum Wunschgipfel über breite Waldwege mit dem Bike und dem anschließenden Gipfelsturm zu Fuß. So lassen sich auch weite Touren in kurzer Zeit bewältigen, Gipfelgenuss inklusive.

Ein hausgemachter Kaiserschmarren ist die perfekte Stärkung in den Bergen.

Herbstrituale der Münchner – ein Lebensstil

Der Herbst ist die Saison der Rituale. Während in der City das Oktoberfest urbane Feierkultur zelebriert, werden die umliegenden Berge zur erholsamen Idylle. Wandern bedeutet längst nicht mehr nur „Gipfel einsammeln“, sondern kurze Feierabendrunden, Sonnenaufgangstouren oder Spaziergänge durch goldene Wälder – Balsam für die gestresste Seele.

Gravel- und Mountainbike sind die neuen Klassiker: Forstwege, Flowtrails, Panoramarouten, die sich mit wenig Aufwand erreichen lassen. Trailrunning und Speedhiking sind zur urbanen Fitnesskultur geworden – schnell, leicht, intensiv, mit spartanischer Ausrüstung. E-Bikes öffnen Hütten und Höhenmeter für alle, die sanfte Bewegung über alpine Leistung stellen.

An den Seen – Tegernsee, Schliersee, Spitzingsee – wird an warmen Herbsttagen noch gepaddelt, geschwommen, mit dem SUP eine Runde gedreht oder fotografiert. Das Licht ist weicher, die Stimmung ruhiger. Selbst Golf bekommt im Herbst eine besondere Note: Valley, Bad Wiessee oder der Margarethenhof bieten Alpenpanorama in warmen Farben.

Und wer es ganz ruhig mag, findet im Mangfalltal oder rund um Bad Tölz Waldsaunen und Natur-Spas, die den Herbst in eine Wellness-Saison verwandeln.

In der alten Wurzhütte erleben Wanderer Fine-Dining im authentisch-edlen Hüttenambiente.

Bergkulinarik – für Puristen und Gourmets

Wie auch immer die Tour geplant ist – kaum ein echter Münchner bricht zum Abenteuer auf, ohne sich auch kulinarische Gedanken zu machen. Schließlich macht jede Aktivität hungrig und verlangt nach einer adäquaten Rast. Trotz des großen Angebots in den Talorten, Almhütten und Gipfelrestaurants steht für viele die eigene „Gipfelbrotzeit“ weiterhin ganz oben. Denn was gibt es Schöneres, als nach dem letzten Anstieg unterhalb des Gipfelkreuzes eine wohlgefüllte Brotzeitbox aus dem Rucksack zu holen und einen heißen Schluck Tee aus der Trinkflasche zu nehmen. Puristen wollen auf diesen Aspekt des Bergabenteuers kaum verzichten.

Wer jedoch die Kilos für Proviant im Rucksack einspart, findet eine lebhafte alpenländische Gastronomie mitten im Revier – von der einfachen Berghütte mit einer Handvoll hausgemachter Brotzeitklassiker und gekühlten Getränken aus dem Wassertrog bis zur gehobenen Bergkulinarik auf Restaurantniveau. So lässt sich nahezu jede Tour mit einer Einkehr in der gewünschten Kategorie perfekt abrunden. Willkommen im Münchner Aktiv Herbst – ein garantiertes Erlebnis für Leib und Seele.

Der Wallberg präsentiert sich als Top-Mountainbike-Revier mit sagenhaften Ausblicken.

Tourenvorschläge

Der Hirschberg ist der perfekte Einstieg: klassische Wanderung ab Scharling, rund zehn Kilometer, etwa 750 Höhenmeter, goldene Lärchen, Gipfelblick über das Tegernseer Tal, Einkehr in der Hirschberghütte. Gravelbiker beginnen am Schliersee, wo die Runde hinauf zum Spitzingsee zu den beliebtesten Klassikern zählt – 28 Kilometer, 600 Höhenmeter, Wasser, Wald, Weite. Mountainbiker zieht es an den Tegernsee: Riederstein, Galaun und Wallberg – 22 Kilometer, etwa 900 Höhenmeter, Kapelle mit Panorama, Einkehr in der Galaun-Alm. Trailrunner suchen Intensität am Jochberg – 6,5 Kilometer, 700 Höhenmeter, Blick auf Walchensee und Kochelsee. Für Bike&Hike ist der Wendelstein ideal: 900 Höhenmeter mit dem Bike, 300 zu Fuß, Einkehr im Wendelsteinhaus.

Die Wanderung über den Fockenstein mit immer wieder tollen Ausblicken auf die Voralpen mit ihren Seen

Tourenvorschläge

Der Hirschberg ist der perfekte Einstieg: klassische Wanderung ab Scharling, rund zehn Kilometer, etwa 750 Höhenmeter, goldene Lärchen, Gipfelblick über das Tegernseer Tal, Einkehr in der Hirschberghütte. Gravelbiker beginnen am Schliersee, wo die Runde hinauf zum Spitzingsee zu den beliebtesten Klassikern zählt – 28 Kilometer, 600 Höhenmeter, Wasser, Wald, Weite. Mountainbiker zieht es an den Tegernsee: Riederstein, Galaun und Wallberg – 22 Kilometer, etwa 900 Höhenmeter, Kapelle mit Panorama, Einkehr in der Galaun-Alm. Trailrunner suchen Intensität am Jochberg – 6,5 Kilometer, 700 Höhenmeter, Blick auf Walchensee und Kochelsee. Für Bike & Hike ist der Wendelstein ideal: 900 Höhenmeter mit dem Bike, 300 zu Fuß, Einkehr im Wendelsteinhaus.

Die volle Kraft der Natur spüren beim Yoga am Berg

Natur-Wellness – Stille, Holz & Wasser

Besonders eindrucksvoll ist die historische Sauna des Tannerhofs oberhalb von Bayrischzell. Ein kleines, dunkles Holzhaus aus der Zeit der alten „Luft- und Lichtkuranstalt“, halb im Wald, halb im Hang. Drinnen knarrt das Holz, draußen riecht es nach Moos und feuchter Erde. Wer hier sauniert, tritt danach direkt hinaus in die Natur – eine Waldsauna im eigentlichen Sinne: ursprünglich, zeitlos, vollkommen entschleunigt.

Eine zweite, fast noch stillere Variante findet man im Oberland: die Waldsauna Oberlaindern. Eine kleine Holzsauna am Waldrand, privat geführt, minimalistisch bis ins Detail. Ein Naturbadeteich liegt direkt davor, das Wasser dunkel und klar, die Stimmung fast meditativ. Für herbstliche Fotos und Storytelling ist dieser Ort ein Geschenk – reduziert, authentisch, vollkommen im Wald aufgehoben.

Am Tegernsee schließlich wird Wellness zum Landschaftserlebnis. Das Mizu Onsen Spa des Bachmair Weissach verbindet japanische Ruhe mit Bergblick, während Das Tegernsee mit Infinity-Pool und Saunen über dem See zu den eindrucksvollsten Herbstmomenten der Region gehört. Hinter dem Haus beginnen Waldwege, die im Nebel wirken wie eine andere Welt.

Traumhafter Ausblick vom Brecherspitz auf den Schliersee

Einkehr-Oasen in den Münchner Hausbergen

Zwischen Mangfall, Tegernsee und Spitzingsee zeigt sich die Hüttenkultur der Münchner Hausberge in all ihren Facetten. Die Königsalm im Mangfallgebirge liegt wie ein Stück Vergangenheit in sanften Wiesen, umgeben von goldenen Hängen und stillen Wegen. Eine historische Alm, die den Herbst nicht feiert, sondern einfach lebt – mit regionaler Küche, Ruhe und einem Gefühl von Ankommen.

Ganz anders wirkt die Tegernseer Hütte, spektakulär zwischen den Felsen gebaut – ein architektonisches Statement in luftiger Höhe. Ihr Blick über die Berge ist legendär, ihr Standort ikonisch. Ein Ort, an dem jeder Schritt nach oben belohnt wird und die Kamera nie im Rucksack bleibt.

Am Spitzingsee empfängt die Alte Wurzhütte ihre Gäste mit Holz, Wärme und bodenständigen Gerichten. Ein Traditionshaus, das sich modern anfühlt, ohne seine Geschichte zu verlieren. Perfekt für alle, die nach einer Tour einfach sitzen, schauen und genießen wollen.

Und hoch über dem Tegernseer Tal liegt das Berggasthaus Wallberg, ein Treffpunkt für alle, die den Herbst lieben. Panorama pur, klare Sicht, Sonnenuntergänge, die den Himmel in warmes Licht tauchen. Eine Hütte, die zeigt, warum der Herbst vor München ein Luxus ist – nah, intensiv, unverwechselbar.

Bleiben Sie top-informiert und melden Sie sich jetzt zum STREIFZUG Newsletter an

Der STREIFZUG Newsletter informiert Sie regelmäßig über die schönsten Immobilien und das Neueste aus Interior Design & Lifestyle. Wir nehmen Ihren Datenschutz sehr ernst. Alles dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.