Projekt Beschreibung

Alf Lechner, Fünf Schritte, WV 645, 2006,  Stahl massiv, gebrannt, 216 x 340 x 90 cm.

Alf Lechner (* 17. April 1925 in München; † 25. Februar 2017 in Dollnstein), einer der wichtigsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit, feierte 2025 seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass richtet das Lechner-Museum in Ingolstadt bis April 2026 ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm aus – auch in München, im Lechner Skulpturenpark Obereichstätt und in Landshut.

Ein echtes Münchner „Kindl“

Alf Lechner wurde am 17. April 1925 in München geboren und begann seine künstlerische Laufbahn 1940 als Schüler des Landschaftsmalers Alf Bachmann (Starnberger See). Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Lechner zunächst als Schlosser und gründete 1948 die Firma Litema, die sich auf Lichttechnik und Design spezialisierte. Ab 1957 widmete sich Lechner der Bildhauerei und schuf erste Skulpturen aus Stahl. Charakteristisch für seine Arbeiten ist die Reduktion auf geometrische Grundformen wie Kreis, Quadrat und Quader, die er durch planvolle Zerlegung neu ordnet. Im Laufe der Jahre wurden seine Skulpturen zunehmend experimenteller, wobei Lechner nach eigener Aussage immer tiefer zur Materie Stahl vordrang. 1999 gründete Lechner die Alf Lechner Stiftung, eröffnete im Jahr 2000 das Lechner Museum Ingolstadt und lebte und arbeitete von 2001 bis zu seinem Tod 2017 mit seiner Frau Camilla in Obereichstätt, wo er das ehemalige Hüttenwerk gekauft, saniert und in einen Skulpturen-Park verwandelt hatte.

Alf Lechner, Ohne Titel, WV 682, 2000, Stahl massiv, gewalzt, gebrannt, 225 x 225 x 425 cm

Einladung zur Neu-Entdeckung

Alf Lechners 100. Geburtstag lädt nun dazu ein, sein künstlerisches Werk, seine Lebenswelt und seinen Platz im internationalen Kunstkontext neu zu entdecken. Drei große Sonderausstellungen, ein internationaler Fachkongress, Vorträge, Workshops, eine umfangreiche Publikation, Tage der offenen Tür und zahlreiche weitere Initiativen stellen seine Kunst und die Person in den Mittelpunkt.

Internationale Größen und Alf Lechner

Arbeiten internationaler Stars wie Robert Morris, Phyllida Barlow, Richard Serra, Agnes Martin, Carl Andre, Donald Judd, Fred Sandback, Hanne Darboven u.v.a. treffen in „A Matter of Perspecitive“ (Lechner Museum Ingolstadt, noch bis 12. April 2026) auf Werke von Alf Lechner. Denn in dieser Künstlergeneration wird das Verhältnis von Mensch und Material neu gedacht: Materie prägt als aktives Element Form und Bedeutung. Industrielle, alltägliche und experimentelle Materialien erweitern die Grenzen von Kunstproduktion und Wahrnehmung und erkunden die ästhetische und gesellschaftliche Dimension von Materialität.

Alf Lechner, Rechteckkörper Quadratlücke, WV 563, 1996, Stahl massiv, gewalzt, geschnitten, 120 x 171 x 515 cm

In Lechners letztem Schaffensort Obereichstätt

Die Ausstellung „Der Mensch, der Künstler, das Leben“ (Papierhaus im Skulpturenmuseum Obereichstätt, noch bis 12. April 2026) beleuchtet Lechners Lebensweg vom erfolgreichen Industriedesigner zum visionären Bildhauer, der seine Kunst in erster Linie durch die Auseinandersetzung mit dem Material entwickelte. Zeichnungen aus fünf Jahrzehnten veranschaulichen den Prozess vom ersten Entwurf bis zur finalen Skulptur. Fotos und bisher nie gezeigte Kuriositäten gewähren einen intimen Blick auf den Menschen hinter dem Werk.

Weitere, regelmäßig aktualisierte Informationen zum Jubiläums-Programm: www.lechner-museum.de

Alf Lechner

Alf Lechner ist einer der wichtigsten deutschen Stahlbildhauer. Seine Werke befinden sich in bedeutenden Museen und Sammlungen wie der Neuen Nationalgalerie in Berlin, dem Städel Museum in Frankfurt am Main oder dem Lehmbruck Museum in Duisburg. Im Laufe seines Schaffens erhielt Lechner mehrere international renommierte Preise, darunter den Deutschen Kritikerpreis für Bildende Kunst oder den Piepenbrock-Preis für Skulptur. In seinem Werk geht es immer wieder um das Verhältnis von Technik und Kunst, Material und Produktion, Prozess und Materie, Kalkül und Zufall.

Kontakt

Lechner Museum
Esplanade 9
D-85049 Ingolstadt
T +49 (0)841 3052252
info@lechner-museum.de
www.lechner-museum.de

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