Projekt Beschreibung

Tiny Houses, Small Houses und Minihäuser etablieren sich im Luxussegment. Woher kommt eigentlich der Minihaus-Boom? Und welche Varianten und Anbieter gibt es?

Ist Diogenes „schuld“? Der Philosoph, der Alexander den Großen gebeten haben soll, ihm doch bitte aus der Sonne zu gehen? Der Kyniker, der in einer Tonne gelebt haben soll bzw. in einer großen Amphore oder einem Weinfass. Eine Urform der „Tiny Houses“? Heute würde man seine Lebensform wohl extremes „Downsizing“ nennen. Oder ist – ca. 2400 Jahre später im 20. Jahrhundert – der „Nichtraucher“ verantwortlich? Der Arzt aus Erich Kästners „Fliegendem Klassenzimmer“. Er lebte in einem „Nichtraucher“-Eisenbahnwaggon unweit des Internatsgeländes, rauchte wie ein Schlot, lebte aber sicher (auch) noch nicht Erster Klasse.

Diogenes, der Philosph in Tonne machte es vor: Leben im Minihaus

Philosophie als radikale Lebensform: Diogenes in der Tonne – Gemälde von Jean-Léon Gérôme (1860) – Walters Art Museum: Gemeinfrei, Wikimedia

Tiny House: Wer hat’s erfunden? Die „Hippies“?

Näher kommt man der Sache schon, wenn man in die 1960er und 1970er-Jahre in den USA schaut. Die experimentierfreudige „Woodstock“-Generation brachte schon zahlreiche Vorläufer der Tiny Houses hervor. Auch unter den Vorzeichen von Ökologie, Unabhängigkeit und Mobilität. Diese mündeten schließlich ab den 1980er Jahren in das Tiny- oder Small-House-Movement. Kommerziell umgesetzt wie so viele Ansätze der „Hippie“- und „Peace“-Bewegung, mit durchaus pragmatischem Hintergrund.