Projekt Beschreibung

05.03.2020

Großstadtdschungel bekommt bei Stadtarchitektur und urbanen Plankonzepten heutzutage eine völlig neue Bedeutung. Denn der klimawandelbedingte Temperaturanstieg ist in den Innenstadtbereichen besonders extrem. Architekten und Stadtplaner versuchen dieser Entwicklung mehr und mehr entgegenwirken. Mit üppigen Bepflanzungen von Dächern, Balkonen, Fassaden und Innenhöfen. Was als Urban Gardening in der eher „alternativen“ Ecke begann, nimmt heutzutage allerdings längst ganz andere Dimensionen an. Deshalb sind Urban Gardening und Fassadenbegrünungen heute von Beginn an Elemente neuer, faszinierender Bau- und Stadtprojekte. Und auch bei Sanierung und Umbau von Altbauten grünt und blüht es an allen Ecken und Enden.

Urban Gardening boomt besonders im städtischen Bereich.

Fassadenbegrünung war und ist eine der gängigsten Arten von Urban Gardening. Bild von ArtTower auf Pixabay

Das gilt nicht nur für Asphaltwüsten großer Metropolen, sondern auch für Städte und Gemeinden, die inmitten reizvoller, üppiger Naturlandschaft liegen. Denn was nützt die schönste Natur-Umgebung, wenn sich im Innenstadtbereich mangels Pflanzen und Bäumen die Luft im Sommer überdurchschnittlich aufheizt. Verbesserung des Mikroklimas mit urbanen Gärten und Fassadenbegrünungen ist das Gebot der Stunde. Auch und gerade bei den vielerorts nötigen Wohn- und Geschäftsraum-Verdichtungen durch Hochhausprojekte.

Urbane Gardening und grüne Fassaden verbessern das Mikroklima

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Bäume und urbane Gärten binden Schadstoffe, Feinstaub und den Klimakiller CO2 vor Ort
  • Im „Gegenzug“ produzieren sie jede Menge Sauerstoff
  • Sie spenden Schatten auf Straßen, Plätzen und Fassaden
  • Urbane Gärten und grüne Fassaden kühlen so Straßen, Plätze und Fassaden und verringern damit z.B. auch den Energieaufwand für Klimaanlagen
  • Sie bieten bedrohten Bienen, Insekten und Vögeln neue Lebensräume
  • Urbane Gärten und grüne Fassaden sind last but not least eine lebendige und beruhigende Wohltat fürs Auge

Mit Pflanzen bauen – Urban Gardening und Baubotanik

Bisher standen spektakuläre Urban Garden Projekte eher landwirtschaftlicher Ausprägung zumindest medial im Vordergrund. In Frankreich, USA und Asien zum Beispiel werden mittlerweile riesige Flachdächer als Anbauflächen genutzt. Bei Architekten und Stadtplanern geht es allerdings längst um die „Hardware“. Ganze Gebäude und Stadtquartiere werden von Anfang an als grüne Stadtoasen geplant und realisiert. Dabei definieren sie Urban Gardening u.a. unter dem Stichwort „Baubotanik“ wird völlig neu.