STREIFZUG Salzburg | Ausgabe 11 | Winter 2025
Jede Mozartwoche ist eigentlich für sich bereits ein Fest für den Genius Loci, doch 2026 ist ein Jahr mit gleich zwei großen Mozart-Jubiläen: Es gilt sein 270. Wiegenfest zu feiern, und es sind 70 Jahre vergangen, seit das weltweit bedeutendste Mozartfestival 1956 ins Leben gerufen wurde. Die 70. Mozartwoche findet vom 22. Jänner bis 01. Februar 2026 statt und steht unter dem Motto: „Mozart: lux æterna“.

Star-Violinist Renaud Capuçon
Im Mittelpunkt dieser vor 70 Jahren zu Ehren des Genius Loci ins Leben gerufenen Mozartwoche strahlt die Neuproduktion der beliebtesten Oper aller Zeiten: „Die Zauberflöte“. Mozartwoche-Intendant Rolando Villazón inszeniert und Roberto González-Monjas dirigiert das Mozarteum-Orchester Salzburg. Ein spielfreudiges Sänger-Ensemble mit einigen der führenden „Zauberflöten“-Interpreten unserer Zeit zaubert Magie auf die Bühne: Kathryn Lewek ist eine weltweit gefeierte Königin der Nacht, Franz-Josef Selig ein legendärer Sarastro. Die junge Sopranistin Emily Pogorelc begeisterte als Pamina u.a. schon an der Metropolitan Opera New York und an der Bayerischen Staatsoper, der junge Tenor Magnus Dietrich singt den Tamino auch an der Staatsoper Berlin und an der Semperoper Dresden. Hinzu kommen noch Theodore Platt als Papageno und Tamara Ivaniš als Papagena.

Orgelvirtuosin Iveta Apkalna
Hochkarätiger Jubiläums-Künstlerreigen
Rund um dieses Opernereignis kreist ein dichtes Programm mit ca. 70 Veranstaltungen. Die Orchester- und Kammerkonzerte sind gewohnt hochkarätig besetzt. Gefeiert wird hier noch so einiges mehr: Uraufführungen, Abschiede und weitere Geburtstage. So kommen zwei neue Werke des jungen aufstrebenden Salzburger Komponisten Karim Zech zur erstmaligen Aufführung. Zwei legendäre Ensembles, die sich 2026 endgültig von der Bühne verabschieden, treten zum letzten Mal bei der Mozartwoche auf: die Cappella Andrea Barca und das Hagen Quartett. Zwei langjährige Freunde des Festivals, die am selben Tag Geburtstag feiern wie Mozart, finden sich in der erlesenen Künstlerriege: Renaud Capuçon und Emmanuel Pahud. Das Jubiläumsprogramm wird komplettiert durch ein kunstvolles Marionettentheater mit Livemusik, Performance, ein Kino mit frühen Filmraritäten rund um Mozart, Lesungen, Künstlertalks, ein Pubquiz, Familienkonzerte und vieles mehr.

Das Hagen Quartett, eines der weltbesten Streich-Quartette

Star-Violinistin María Dueñas
Die weltbesten Mozart-Interpreten
Seit 1956 holt das erste Festival des Jahres die weltbesten Mozart-Interpreten nach Salzburg. Auch 2026 werden renommierte Künstler, Ensembles und Orchester erwartet: Die Wiener Philharmoniker begleiten die Mozartwoche seit 70 Jahren; sie stehen dreimal auf der Bühne und zwar mit Adam Fischer und Igor Levit, mit Karina Canellakis und María Dueñas sowie mit Robin Ticciati, Magdalena Kožená und Daniel Ottensamer. Der Altmeister des Originalklangs Jordi Savall reist mit Le Concert des Nations an, das Danish Chamber Orchestra mit Emily D’Angelo, Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata und Philippe Jaroussky; Star-Violinist Daniel Hope kommt ebenso in die Mozartstadt wie die Saitenvirtuosen Xavier de Maistre und Avi Avital, Hornist Radek Baborák mit seinem Ensemble, Iveta Apkalna und Pianist Kit Armstrong.

Dirigent Robin Ticciati
Das ewige Licht Mozarts feiern
„Mozart erblickte 1756 das Licht der Welt, aber erst 1791 mit seinem allzu frühen Tod, der Vollendung des Kreises, wird er unsterblich. Mozart: lux æterna lautet das Motto dieser Jubiläums-Mozartwoche, wir feiern das ewige Licht Mozarts“, erklärt Rolando Villazón, Intendant der Mozartwoche. So bildet das Jahr 1791 den roten Faden zur Programmierung der Konzerte, Bühnenproduktionen, des Trazom-Formats – mit seinen unkonventionellen, experimentellen und oft genreübergreifenden Veranstaltungen unter dem gespiegelten Namen Mozart – und aller weiteren Veranstaltungen der Mozartwoche 2026.
Mehr Informationen und das vollständige Programm mit allen Veranstaltungen und Side-Events finden Sie unter: mozartwoche.at

Mezzo-Sopranistin Emily D’Angelo
KITZBÜHEL
