Projekt Beschreibung

STREIFZUG Salzburg | Ausgabe 11 | Winter 2025

Seit mehr als 30 Jahren setzt sich die Initiative Architektur engagiert für die Vermittlung zeitgenössischer Baukultur in Salzburg ein – mit Neugier, Haltung und einer beeindruckenden Beharrlichkeit. Die aktuelle Ausstellung im Architekturhaus Salzburg ist eine Kooperation mit dem Salzburg Museum im Rahmen der Reihe „Gastspiel“. Sie widmet sich dem Salzburger Architekten Gerhard Garstenauer.

1993 gegründet, versteht sich die Initiative Architektur bis heute als offene Bühne für Gespräche über Stadtentwicklung, Baukultur und die Frage, was unser Leben schöner, lebenswerter, zukunftsfähiger macht. Im Kern verfolgt sie ein klares Ziel: das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Architektur weit mehr ist als Kulisse. Sie begleitet uns täglich – prägt Stimmungen, Bewegungen, Erinnerungen – und spiegelt die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Seit 2018 dient das Architekturhaus Salzburg als lebendiger Treffpunkt der Szene: ein Raum mit Haltung, ein Ort des Austauschs und der Vermittlung zwischen Fachleuten und interessierten Laien, voller Formate, die dazu einladen, unsere gebaute Umwelt bewusster wahrzunehmen und ihre Qualitäten ebenso wie ihre Herausforderungen mit wachem Blick zu erkunden.

Garstenauer – Gestalter und Pionier der Moderne

Anlässlich seines 100. Geburtstags widmet das Architekturhaus Salzburg dem 1925 geborenen und 2016 verstorbenen Architekten eine umfassende Ausstellung: „Garstenauer Einhundert – Architekt · Gestalter · Denker“. Sie zeigt ihn als einen Mann, der die Moderne in Salzburg nicht nur verstanden, sondern geformt hat – mit Mut, mit Intuition und mit einem tiefen Gespür für Raum. Zu sehen sind architektonische Entwürfe, Designobjekte, Skizzen und Fotografien, die seine Gestaltungswelt greifbar machen. Obwohl Garstenauers Werk großteils in Salzburg verortet ist, wurde es stets überregional wahrgenommen. Ein internationales Symposium im Jahr 2024 brachte sogar überraschende Verbindungen ans Licht, etwa zum legendären Designer Otl Aicher oder zum Architekten Kurt Ackermann – ein Hinweis darauf, wie weit Garstenauers Denken tatsächlich reichte.

Vom Archiv des Museums Salzburg zur öffentlichen Erinnerung

Grundlage der Ausstellung ist sein umfangreicher Nachlass, der im Salzburg Museum verwahrt wird. Die sorgfältige Aufarbeitung dieses Archivs ermöglicht einen selten tiefen Blick in Garstenauers Denk- und Arbeitsweise. Zugleich markiert die Präsentation einen Wendepunkt: Was lange vorrangig in Fachkreisen geschätzt wurde, wird nun breiter sichtbar – als kulturelles Erbe, das über die Architektur hinaus Bedeutung besitzt.

Gefeierte Bauten Garstenauers …

… wie etwa die visionäre Felsentherme in Gastein sind heute stark verändert, ja mitunter gefährdet. Andere Bauten befinden sich in einem prekären Zustand oder sind vom Verschwinden bedroht. Die Ausstellung will deshalb nicht nur erinnern, sondern sensibilisieren: Garstenauers verbleibende Werke brauchen Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Schutz.

Ergänzt wird die Schau durch einen Tagungsband mit Beiträgen des Symposiums sowie durch einen atmosphärisch dichten Fotoessay von Andrew Phelps, der die besondere Energie von Garstenauers Architektur eindrucksvoll einfängt.

Kuratiert wurde die Ausstellung – eine Kooperation mit dem Salzburg Museum im Rahmen der Reihe „Gastspiel“ – von einem interdisziplinären Team.

Kontakt

Architekturhaus Salzburg
Sinnhubstraße 3
A-5020 Salzburg
www.initiativearchitektur.at

Ausstellungsdauer: noch bis 20. Februar 2026
(geschlossen vom 20. Dezember 2025 bis 12. Januar 2026)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 12.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt frei!

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