Shura Island wird als Destination von Foster + Partners gestaltet. Der Look ist von natürlichen Korallenriffen inspiriert.
Yachting | 2026
Die Karibik war lange das ultimative Revier für Superyachten: türkisblaues Wasser, sanfte Passatwinde und eine Infrastruktur, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Doch aktuell entsteht in den arabischen Golfstaaten ein spannender Wettbewerber. Wo jahrtausendealte Kultur auf visionäre Architektur trifft, wächst ein Netzwerk moderner Marinas, das Yacht-Eignern ernsthafte Alternativen bietet. Länder wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten investieren massiv in Häfen, Marinas und Luxusinfrastruktur – mit dem Anspruch, nicht nur gleichzuziehen, sondern Standards neu zu definieren. Dass im arabischen Raum nicht in kleinen Dimensionen gedacht wird, zeigt sich auch an den aktuell bereits realisierten Marina-Projekten. Ein herausragendes Beispiel ist der Dubai Harbour: ein gigantisches Areal mit 1400 Liegeplätzen, umgeben von luxuriösen Restaurants, Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen, ist diese Marina schon jetzt ein Magnet für Yacht-Eigner. Mit einer Gesamtfläche von über 20 Millionen Quadratmetern gehört sie zu den größten Projekten der Region.

Sindalah empfängt nach zwei Jahren Bauzeit erste Gäste. Das Resort bietet einen Yachthafen für 86 Boote.

Acht Resorts, 39 Hotels und Platz für bis zu 500.000 Besucher jährlich will das Hafenstadt-Projekt Amaala beherbergen.
3500 neue Liegeplätze
Ein weiteres Leuchtturmprojekt ist Sindalah, Teil von NEOM in Saudi-Arabien, mit einer Marina für Yachten bis zu etwa 50 Metern Länge an 86 Liegeplätzen und zusätzlichen Offshore-Bojen für die ganz großen Formate. Die Marina erhielt als erste in Saudi-Arabien die prestigeträchtige 5-Gold Anchor Auszeichnung. Sie verbindet Luxusvillen, Gourmet-Restaurants, exklusive Services und Natur mit einem Lifestyle, der seinesgleichen sucht. Im Rahmen der „Vision 2030“ sollen an Saudi-Arabiens Küste insgesamt gar 3500 neue Liegeplätze entstehen und der maritime Tourismus stark entwickelt werden. Weitere Projekte wie AMAALA am Roten Meer setzen zusätzlich auf exklusive Wohnangebote, luxuriöse Villen, Hotels und hochkarätige Freizeitgestaltung. Diese Entwicklungen zeigen: Es geht hier nicht nur um Marinas, sondern um Destinationen, die Luxus, Innovation und Erlebnis verschmelzen lassen.

Das Neom-Projekt Jaumur wird 500 Apartments, 700 Luxusvillen, zwei Hotels und Liegeplätze für Superyachten umfassen.

Die Dubai Harbour Residences bieten moderne Apartments direkt am Wasser – urbanes Leben mit maritimem Flair.
Eingebettet zwischen Korallenriffen, türkisfarbenen Lagunen und weißen Sandstränden liegt zudem Shura Island – das lebendige Herz des Roten Meeres. Das von Foster + Partners gestaltete Design, bekannt als „Coral Bloom“, ist von den blühenden Korallenriffen inspiriert, die die Insel umgeben. Shura Island heißt aktuell seine ersten Gäste willkommen, insgesamt entstehen hier elf Weltklasse-Resorts, die der Destination jeweils einen eigenen Charakter verleihen. Four Seasons, Fairmont, Grand Hyatt, Raffles, Rosewood, Jumeirah, Faena und Miraval heißen die Marken, die sich in sehr naher Zukunft ansiedeln – Shura Island wird sich damit als globales Schaufenster für Luxus und Design etablieren. Ergänzt wird das Angebot durch Shura Links, den ersten Meisterschaftsgolfplatz des Königreichs auf einer Insel, sowie eine Marina mit 118 Liegeplätzen.

Das Wasser rund um Shura Island mutet karibisch an, die Architektur fügt sich in die Umgebung ein. Schon bald soll die Insel Yachteigner und HNWI-Touristen anziehen.

Oxagon: NEOMs visionäre schwimmende Hafenstadt – ein futurales Zentrum für Innovation und Nachhaltigkeit.
Anleger in jedem Land
Weitere Länder ziehen übrigens nach: Die Regierung Ägyptens hat neue Regeln eingeführt, um den Yacht-Tourismus zu stützen – von Liegeplatz-Kapazitäten über Genehmigungen bis zu Standards in Marinas. In Hurghada und El Gouna entstehen Anlagen, die moderne Liegeplätze ebenso wie ein einladendes Umfeld mit Restaurants, Shops und Freizeitangebot bieten. Und im Oman, einem der vielleicht schönsten Länder auf der Arabischen Halbinsel, sind gleich fünf Marinas in der Planungs- oder schon in der Bauphase. In der Region entsteht also ein Netzwerk, das der Karibik zumindest ebenbürtig sein möchte.

Die künftigen Hafenstädte der Arabischen Halbinsel sind smart, nachhaltig und visionär – Orte für Fortschritt und Gemeinschaft.
KITZBÜHEL
