STREIFZUG Kitzbühel | Ausgabe 58 | Winter 2025
Im kommenden Jahr bringt Artemide mit „Masters‘ Pieces“ Neuauflagen und Premieren auf den Markt, die Design-Ikonen erneut Raum geben, ihre unverwechselbare Aura zu entfalten. Dabei geht es um Produkte ebenso wie um kreative Kooperationen, langjährige Freundschaften – und die Leidenschaft für italienisches Design.
„Masters’ Pieces“ ist Ausdruck einer über Jahrzehnte kultivierten Dialogkunst mit den bedeutendsten Design- und Architekturschaffenden. Die Kollektion umfasst raffinierte wie stilvolle Leuchten-Klassiker und Entwürfe, die bisher nur als Skizzen existierten.

Die Hochwertigkeit des Materials und seine Verarbeitung prägen das Design von Alcinoo: Jedes Objekt ist ein handgefertigtes Unikat. Bild: © Pierpaolo Ferrari
Alcinoo
50 Jahre nach dem ursprünglichen Entwurf hebt Artemide Alcinoo aus der Schatzkiste. Glas und Metall stehen im spielerischen Dialog miteinander, wobei das Glas in ein schwarzes Metallgeflecht geblasen wird. Hochwertiges Material und sorgfältige Verarbeitung bestimmen das Design – jedes Stück ist ein handgefertigtes Unikat. Artemide-Gründer Ernesto Gismondi über die Zusammenarbeit mit der visionären Designerin, Architektin und Bühnenbildnerin Gae Aulenti: „Gae blieb so lange hartnäckig, bis sie genau das gefunden hatte, wonach sie suchte.“

Sintesi steht für Funktionalität, Hochwertigkeit, Ausgewogenheit der Form und ausgeklügelte Mechanik. Bild: © Artemide
Sintesi
Sintesi (1975) wuchs – als erste Artemide-Leuchte, die Ernesto Gismondi selbst entworfen hatte – dank einfacher Komponenten zur vielseitigen Leuchten-Familie, aus der nun die Tischversion neu aufgelegt wird. Sie ist im Winkel wie in der Höhe verstellbar und lässt sich kompakt zusammenklappen. Sintesi verkörpert Gismondis damaligen Designansatz – mit lebendiger Ästhetik, hohem Wiedererkennungswert, vollendet durch mechanische Eleganz.

Der obere Teil des Körpers von Cetra verbirgt die indirekte Beleuchtung, während die opale Kugel im unteren Teil das Licht im Raum verteilt. Bild: © Pierpaolo Ferrari
Cetra …
… von Vico Magistretti ist ein herausragendes Beispiel für minimalistische und expressive Gestaltung. Der Architekt und Designpionier gestaltete die Hängeleuchte aus zwei identisch geformten Halbkugeln aus lackiertem Metall: Die kleinere Halbkugel zeigt dabei nach oben und reflektiert indirektes Licht zur Decke, die untere trägt eine sichtbare Glaskugel, die diffuses Licht sanft im Raum verteilt. Erhältlich ist Cetra stilvoll weiß lackiert oder in industriell anmutender Nickeloptik – als perfekte Synthese aus Design, Material und ausgeklügelter Technik steht sie für die Essenz von Magistrettis Designkunst.

Omega verkörpert essentielles Design: einfach in der Erklärung, wunderschön in der Realisierung. Bild: © Miro Zagnoli
Omega & Clitunno
Zu den frühesten und populärsten Kreationen, die Vico Magistretti für Artemide schuf, gehören die Pendelleuchte Omega und die Stehleuchte Clitunno – zwei Leuchten, die bis heute nichts von ihrer schlichten Schönheit verloren haben. Omega zeichnet sich durch ausgewogene Proportionen aus, wobei der Diffusor aus mundgeblasenem Glas den Entwurf um eine edle Komponente ergänzt und weiches, gleichmäßiges Licht garantiert. Clitunno übersetzt dieselben Prinzipien in eine Stehleuchte.

Clitunno greift die Designprinzipien von Omega auf: eine Kugel, oben und unten abgeschnitten, die eine weitere leuchtende Kugel beherbergt. Bild: © Miro Zagnoli
Orfeo
Die legendäre Mailänder Memphis-Bewegung löste Anfang der 1980er eine Revolution aus: Pop-Art, Art déco und Kitsch wurden mit ungewohnten Materialien und Formen kombiniert. Die von Ettore Sotsass gegründete Gruppe wurde von Ernesto Gismondi begleitet und gefördert. 1986 konzipiert, blieb die Hängeleuchte Orfeo ein Entwurf, der lediglich als Skizze vorhanden war. 2026 wird Orfeo von Artemide nun erstmals realisiert – und beweist, dass es längst Zeit wird für ein Memphis-Comeback.

Orfeo verkörpert klare Geometrien und dynamische Linien, die mit den Farben der Glasscheiben bereichert werden. Bild: © Artemide
Hera
Wie ein ikonisches Design-Stück zum Verlieben aussehen kann, zeigt Ettore Sottsass’ Tischleuchte Hera von 1982: Hier überlappen klare, solide Formen und Farbblöcke einander. Das kubische Gehäuse enthält die Technik, der dreieckige Leuchtenkopf schirmt das Licht dezent ab. Wie Orfeo war Hera bisher nur eine Skizze, bis Artemide sich entschloss, sie zum Leben zu erwecken – als postmodernes Meisterstück, das den Geist seiner Zeit transportiert und doch aktuell ist wie eh und je.

Ihre Geometrie und Farbgestaltung macht Hera zum Objekt, das Blicke auf sich zieht und Emotionen weckt. Bild: © Pierpaolo Ferrari
Kontakt
Artemide Lighting Consultancy Center
Gonzagagasse 1, Morzinplatz
A-1010 Wien
T +43 (0)1 8032182
info@artemide.at
www.artemide.com
Lichtwert Concept // Büro
Mayrwiesstraße 16
A-5300 Hallwang
T +43 (0)662 265718
office@lichtwert-concept.com
www.lichtwert-concept.com
KITZBÜHEL
