Projektbeschreibung

Für die einen ist der eigene Swimmingpool purer Luxus, für die anderen ist er – verknüpft mit einem ausgeprägten Wellness-Gefühl – ein Muss. Varianten gibt es dabei viele. Ganz nach Geschmack, tummeln sich in den heimischen Gärten und Häusern, ausladende Jacuzzis, vollausgestattete Fitnessstudios mit Sauna oder eben das privat Schwimmbad mit allen Schikanen. Dabei erlebt das „gewöhnliche“, private Schwimmbad zurzeit zunehmend ernstzunehmende Konkurrenz durch den Naturpool. Auch als Bio-Pool bekannt, zeichnet sich innerhalb der letzten Jahre vor allem im Luxussektor eine ausgeprägte Nachfrage nach der naturbelassenen Alternative für den privaten Gebrauch ab. Hinzu kommt, dass gerade in Zeiten eines erhöhten Umweltbewusstseins, immer mehr zu diesen nachhaltigen Schwimmbädern ohne Chlor tendieren.

Der heimische Pool – das Herzstück des Gartens

Naturpools – Spa und Design im eigenen Garten

Wer glaubt, Naturpools sind nichts weiter als ein neumodischer Ausdruck für einen simplen Gartenteich, der irrt sich gewaltig. Die umweltschonenden Pools können mit einer Brandbreite technischen Equipments ausgestattet werden, die das Baden zu einer wahren Wohltat machen. Egal, ob der Wunsch nach verwöhnenden Massagedüsen für den ultimativen Wellness-Faktor besteht, oder es doch die Wärmepumpen für eine wohlige Temperierung sein dürfen – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und orientieren sich ausschließlich an den Vorlieben des anspruchsvollen Endverbrauchers. Auch in Bezug auf Form und Größe sind der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt. Einzig die spätere Wartung und Reinigung sollte man bei der Planung berücksichtigen, da es sonst zu einem erheblichen Mehraufwand kommen kann. Mit einem gewöhnlichen Teich hat der Naturpool folglich gar nichts zu tun.

Baden macht Spaß – doch wer will schon die Gesundheit seiner Familie riskieren?

Gänzlicher Verzicht auf Chemikalien

Neben der vielzähligen Gestaltungsmöglichkeiten, die das Luxusgefühl zu unterstreichen wissen, schätzen die meisten aber vor allem das chemiefreie Konzept der naturbelassenen Pools. Die wesentlichen gesundheitlichen Auswirkungen auf die gesamte Familie machen sich beim Baden spürbar bemerkbar und beziehen sich auf weit mehr, als nur auf den unangenehmen Chlorgeruch. Hautunverträglichkeiten, Atemwegserkrankungen und Allergien sind nicht selten die Reaktion auf einen zu exzessiven Einsatz von Chemikalien. Besonders empfindlich reagieren Kleinkinder. Trockene, spröde Haut sind zudem ganz normale Nebenwirkungen eines Aufenthalts im Chlorwasser. Der Trend zu einem höheren Umweltbewußtsein ist zudem längst in einkommensstarken Haushalten angekommen. Schick ist nur, was auch ökologisch Vertretbar ist. Und hier kommt der Naturpool gerade recht. Wer möchte nicht gerne in sauberem, natürlichem Wasser baden?

Badevergnügen mit gutem Gewissen

Auch wenn Biozide wie Chlor im Wasser desinfizierende Eigenschaften haben, so sind sie erwiesenermaßen nicht unbedenklich für die Umwelt. Wenn diese Stoffe in Kontakt mit dem Gartenboden kommen, wird die Flora für bestimmte Tierarten zerstört. Ganz ohne eine regelmäßige und fachmännische Reinigungsroutine entwickelt sich das heimische Badeparadies jedoch schnell zu einem krankheitserregenden Nass, mit so manch ungeladenen Gästen wie Algen, Bodenlebewesen und Co. Naturpools verfügten über ein eigenes Filtersystem in einem zweiten Becken, welches das Wasser mithilfe biologisch-mechanischer Wasseraufbereitung natürlich säubert und es frei von Bakterien hält. Dabei operiert ein Naturpool nur mit Mikroorganismen und wird gleichzeitig nährstoffarm gehalten, um das Wasser klar zu halten und einer Algenansammlung entgegenzuwirken. Eine einfache, aber effiziente Alternative zum Chlor.

Wer will ihn nicht, den atemberaubenden Garten samt Pool?

Naturpool oder lieber Badeteich?

Wer sich bereits für eine naturbelassene Alternative entschlossen hat, hadert wohlmöglich noch mit der Entscheidung, ob ein Naturpool oder doch lieber ein Badeteich den Garten zieren soll. Auch hier bestimmen ganz persönliche Vorlieben die Bauplanung. Aus rein optisch bietet ein Badeteich natürlich mehr Gestaltungsfreiraum, vor allem wenn man Pflanzen mag. Dieser kann individuell mit dekorativen wie funktionellen Wasserpflanzen und Steinen ausgeschmückt werden. Gleichzeitig wird dadurch das natürliche Biotop des Teichs angereichert. Wer diese natürliche Dekoration in Anspruch nimmt, sollte sich bewusst sein, dass das Badeerlebnis auch mit Pflanzen und Tieren geteilt wird. Darüber hinaus reduziert sich die Badefläche dadurch mitunter auf knapp die Hälfte der ursprünglichen Fläche.

Mehr Schwimmvergnügen mit einem Naturpool

Wem das nicht gefällt, entscheidet sich lieber für einen Naturpool. Dieser vereint die klassische Optik eines konventionellen Pools samt klarem Wasser mit dem chemiefreien Konzept eines Badeteichs. Dabei kann dieser nach eigenem Belieben in die Gartenlandschaft integriert werden und bietet darüber hinaus bis zu 85 % Schwimmfläche. Hier ist eine sorgfältige Planung mit einem Gartenarchitekten, Landschaftsgestalter oder Landschaftsgärtner mit Spezialisierung auf den Naturpool-Bau sehr empfehlenswert. Dieser bietet Vorschläge zu verwendbaren Materialien wie Stein, Holz und Metall. Auch eine Verkleidung des für viele als unästhetisch empfundenen Filtrierungsbeckens ist möglich. Wer eine komplette Luxus-Oase wünscht, lässt eine ausladende Pergola direkt neben dem Pool installieren.

Planung und Vorbereitung bei der Anlegung eines Naturpools

Bevor es an den tatsächlichen Bau des naturbelassenen Pools geht, sind verschiedene Voraussetzungen zu klären. Für einen kleinen Pool sollte sichergestellt sein, dass eine Gartenmindestgröße von 50 Quadratmetern zur Verfügung steht. Auch die Platzierung des Naturpools sollte nicht willkürlich festgelegt werden. Zum einen lohnt es sich, den Pool nicht in unmittelbare Nähe von Bäumen mit starkem Laubverlust zu positionieren, da diese eine übermäßige Verschmutzung verursachen und so den Reinigungsauswand erhöhen. Empfehlenswert ist dabei eine Stelle in Nähe des Hauses, da übermäßige Sonneneinstrahlung auf ungeschützter Fläche die Wasserbeschaffenheit erheblich verändert kann und dies ebenfalls mit einer aufwendigeren Pflege- und Reinigungsroutine kompensiert werden muss. Gleichzeitig wird der Ausblick auf den Garten durch eine direkte Terrassenverbindung vom Haus zum Pool zusätzlich gekrönt. Wenn Größe, Platzierung aber auch Form und Tiefe feststehen, müssen die infrage kommenden Materialien vom Limnologischen Institut auf ihre Unbedenklichkeit getestet werden. Hinzu kommt, dass ein Naturpool je nach Bundesland und Größe genehmigungspflichtig ist.

Wie wird ein Naturpool angelegt?

Im besten Fall lassen Bauherren ihren Pool im Spätsommer oder Herbst von einem spezialisierten Landschaftsgärtner oder Landschaftsbauunternehmen anlegen. Mit der Ausgrabung der späteren Poolfläche wird ein großflächiges Betonbecken gegossen. Anschließend kommt eine spezielle Abdeckfolie zum Einsatz, die je nach Farbgebung die Tiefe des Pools optisch verstärken kann. Die warm-trockene Jahreszeit begünstigt die Beckenauskleidung mit Folie deutlich. Anschließend werden dann im Filtrierungsbecken der Sand -und Phosphatfilter installiert.

Pflege und Instandhaltung

Nach der Planungs- und Bauphase gilt es, den Pool sauber und klar zu halten. Regelmäßig zu prüfen sind vor allem der Phosphat-, Sauerstoff und Stickstoffgehalt sowie auch die Säurekapazität, Temperatur und der pH-Wert. Auch die Technik im Filtrierungsbecken muss in genauen Abständen gewartet werden. Ist das Wasser trüb, ein deutliches Algenwachstum bemerkbar oder tritt Wasser aus, liegt eine Störung vor, die schnellstmöglich behoben werden muss. Da der Aufwand hier ziemlich hoch sein kann und das Fehlerpotential gerade am Anfang durch Unwissenheit hoch ist, kann eine fachmännische Wartung durch einen Gartenlandschaftsgärtner durchaus sinnvoll sein. Anderenfalls gibt es auch hier – ähnlich wie beim herkömmlichen Pool – bestimmte Gadgets wie Reinigungsroboter, welche täglich zum Einsatz kommen können, zuverlässig reinigen und so ein gesundes Poolklima bewahren. Jedoch sind diese nur in den seltensten Fällen auch mit einem Schlammsauger ausgestattet, weshalb auch ein manuelles Absaugen von Schmutz und Ablagerungen von Nöten ist.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Für alle Sonnenanbeter und Wasserfans ist das Baden im eigenen Garten keine wirkliche Frage des Luxus. Platz, Planung und Pflege braucht sowohl das Schwimmbad wie auch der Naturpool. Aufgrund der neuen, aufregenden Gestaltungsmöglichkeiten, der besseren Verträglichkeit für Mensch und Umwelt, ist dem Naturpool aber auf jeden Fall der Vorzug zu geben. Wer zu den Trendsettern gehören will, für den ist das naturbelassene Pool 2019 ohnehin Pflicht. Wer bei der Anlegung zudem die hier beschriebenen Tipps beherzigt, der kann seinen eigenen Luxus-Wellnessbereich wirklich in vollen Zügen genießen!