Projekt Beschreibung

Best Of | Ausgabe 05 | Frühling/Sommer 2026 | Text: Design Network

Mailand, April 2026. Die Stadt zeigt sich einmal mehr als Bühne für Ideen – ein Ort, an dem Design nicht nur präsentiert, sondern erlebt wird. Während des Salone del Mobile und der sie umgebenden Design Week werden Interieurs zu Erzählungen. Räume sind kuratiert wie Ausstellungen, Materialien bewusst inszeniert, jedes Detail spricht mit Klarheit und Selbstverständnis.

MARILYN Stuhl von Baxter Design: Draga & Aurel Foto: © Baxter, Fotograf: Andrea Ferrari Studio

Für das Team von Egetemeier ist die Reise nach Mailand kein Selbstzweck, sondern Ausdruck einer Haltung. „Traveling for our clients“ bedeutet, tief in den internationalen Designdiskurs einzutauchen – zu beobachten, zu filtern und zu übersetzen, was wirklich zählt. Es geht darum, Entwicklungen zu erkennen, bevor sie sichtbar werden, und nicht Trends, sondern Perspektiven mitzubringen, die der eigenen Art entsprechen, Räume zu denken und zu gestalten.

AMAZONIA Stuhl von Ames Design: Cristina Celestino Foto: © Ames

Prägende Beobachtung

In diesem Jahr treten zwei Strömungen besonders deutlich hervor. Zum einen eine neue Form von Eleganz, die in Materialität und Erinnerung wurzelt. Räume wirken geerdet, beinahe kontemplativ. Dunkle Hölzer, fein bearbeitete Steinoberflächen und sanfte Reflexionen schaffen eine Atmosphäre von zeitloser Präzision. Es ist eine leise Weiterentwicklung klassischer Interieurs – Bestehendes wird nicht ersetzt, sondern mit Sorgfalt und Intention neu interpretiert.

GAIRA Tagesbett von Ames Design: Sebastian Herkner Foto: © Ames

Zum anderen wächst der Mut, Erwartungen zu hinterfragen. Formen werden expressiver, Proportionen experimenteller. Objekte erzeugen subtile Spannung – nicht durch Übermaß, sondern durch bewusste Abweichung. Ein kontrolliertes Spiel mit Wahrnehmung, das komponierten Räumen eine neue Leichtigkeit verleiht.

LEGACY Leuchte von Henge Design: Davide Nascimbeni Foto: © Henge

Fusion von Dekaden

Mailand macht sichtbar, was sich angedeutet hat: eine Fusion der Jahrzehnte. Die Selbstsicherheit der 1970er trifft auf die Präzision der 1990er. Brutalistische Einflüsse kehren zurück – nicht als starres Statement, sondern als skulpturale Klarheit. Geometrie wird zur Sprache. Volumen sind definiert, Kanten gesetzt, Materialien zeigen sich in ihrer reinsten Form. Marmor, Metall und Holz werden nicht kombiniert, sondern orchestriert – zu Tiefe und Präsenz. Qualitäten, die auch Egetemeier in ihren Projekten konsequent sucht und weiterentwickelt.

Petra Egetemeier und Stefan Rollmagen, Geschäftsführer von Egetemeier Foto: © Egetemeier, Fotografin: Jenny Haimerl

Gleichzeitig rückt Handwerk in den Fokus. Perfektion in der Ausführung ist kein Detail mehr, sondern Grundlage. Oberflächen laden zur Berührung ein, Übergänge sind fließend, die Qualität der Verarbeitung wird Teil der emotionalen Erfahrung. Ein Verständnis, das Design über das Visuelle hinaus erweitert.

BRUTALIST Tisch von Minotti Design: Giampiero Tagliaferri Foto: © Minotti, Fotograf: Paola Pansini

Ein Gefühl für Wert und Zeit

Spürbar ist zudem eine Verschiebung hin zu emotionaler Verbindung. Interieurs sind keine rein funktionalen Kompositionen mehr. Sie werden zu Räumen mit Charakter – fähig, Resonanz zu erzeugen. Eine stille Intensität, eine subtile Anziehungskraft. Design gewinnt an Zeitwert. Es ist darauf ausgelegt zu bestehen – physisch wie emotional. Ein Ansatz, der sich eng mit der Haltung von Egetemeier deckt: Räume zu schaffen, die bleiben und verbinden. „Traveling for clients“ bedeutet hier, genau diese Qualitäten zu erkennen. Zu verstehen, was Substanz hat, was trägt und was einer tieferen Vorstellung von Leben entspricht. Es verlangt auch den Mut zur Auswahl, zur Reduktion – und zur Übersetzung von Inspiration in Räume, die die Persönlichkeit ihrer Auftraggeber widerspiegeln.

PAINTING Paravent von De Castelli Design: Alessandra Baldereschi Foto: © De Castelli, Fotograf: Alberto Pariste

Mailand ist mondän, luxuriös und voller Glanzmomente. Doch jenseits der Oberfläche zeigt sich das Wesentliche: eine Haltung, die Mut, Präzision und Individualität fordert. Für Egetemeier ist es eine Erinnerung daran, dass bedeutendes Design Sensibilität und Überzeugung gleichermaßen braucht. Das ist, was sie zurück zu Ihren Kunden bringen: keine Bilder, sondern Einsichten. Keine flüchtigen Eindrücke, sondern eine kuratierte Perspektive, die in jeden von Egetemeier gestalteten Raum einfließt.

„Für unsere Klienten zu reisen bedeutet, aufmerksam zu beobachten, mit Bedacht auszuwählen und anschließend Räume zu schaffen, die echten Charakter widerspiegeln.“ — Stefan Rollwagen

PATINE Spiegel von Van Rossum Design: Pieter Maes Foto: © Van Rossum

Kontakt

Egetemeier Interior Design Studio
Nymphenburgerstraße 121
D-80636 Munich
T +49 (0)89 55273250
kontakt@egetemeier.de
www.egetemeier.de

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