Projekt Beschreibung

26.03.2020

Es fühlt sich an, als würde uns alles entgleiten. Doch während die Welt still zu stehen scheint und uns die Corona-Pandemie überschattet, gibt es dennoch eine sichere Tangente – die Immobilienbranche. Auch wenn es uns so vorkommt, als würden wir vieles verlieren und wir das Gefühl verspüren, alles retten und aufrecht erhalten zu müssen, bleibt Wohnen krisensicher. Eine gute Voraussetzung! Das eigene Dach über dem Kopf sicher zu wissen, die Aussicht auf neue Immobilien nicht sinken zu sehen bzw. stagnierende Preise festzustellen, stimmt einen doch positiv. Vor allem in Zeiten wie diesen.

Krisensicher und robust

Es herrscht Ausnahmezustand. Ganz klar. Während also sämtliche Förderbänder und Produktionsketten eingefroren sind, das öffentliche Leben gänzlich zum Stillstand gekommen ist, sich die Aktienmärkte im Sturzflug befinden, die Ölpreise ihren Tiefstand erreichen und der Goldwert Tag für Tag weniger wird, zeigt sich einmal mehr wie krisenresistent und standfest der Wohnungsmarkt ist. Laut Colliers International, einem weltweit renommierten Unternehmen für Immobiliendienstleistungen, handelt es sich hierbei um die absolut krisensicherste Asset-Klasse – weder Immobilienaktien noch -fonds seien von der Corona-Krise betroffen.

Wohnungsmarkt als sichere (Krisen-)Anlage

Erklären, lässt sich dieser Umstand zum einen durch das Branchenmodell. Es existiert beispielsweise keine relevante Lieferkette, die durch das Virus unterbrochen werden muss. Weiters entstehen die meisten Immobilien durch inländische Unternehmen, weshalb auch die Grenzschließungen keine große Rolle spielen. Zum anderen gelten Wohnimmobilien schlichtweg als sichere Anlage – das Interesse an Sachwerten ist durch die Unsicherheit und Einbrüche am Aktienmarkt in Krisenzeiten besonders groß.

Preisentwicklung ebenfalls krisensicher

Auch wenn sich die Entwicklungen am Wohnungsmarkt als überschaubar erweisen, bleibt dieser natürlich nicht gänzlich unberührt. In erster Folge rechnet man mit einem Rückgang der Nachfrage. Vor allem Privatinvestoren werden anfangs nur beobachten. Umzüge oder auch Zuzüge aus dem Ausland werden vorerst nicht stattfinden. Dies dämpft die Preisentwicklung am Immobilienmarkt ein, wie das Immobilieninstitut Empirica prognostiziert. Eindämpfen bedeutet nicht zwingend, dass die Preise sinken werden. Die Prognose lautet eher Stagnation. Die Angst vorm Platzen der Immobilienblase, wie es in Amerika durch die Wirtschaftskrise 2008 geschehen ist, nehmen uns Experten schon vorab. Ihnen zufolge haben die Banken in den letzten Jahren weder übermäßig viele Immobiliendarlehen vergeben noch herrschte ein zu massiver Bau-Boom. Eher ist das Gegenteil der Fall: Die Bautätigkeit hinkt immer noch der Immobilien-Nachfrage hinterher. Auch die Zinsen werden niedrig bleiben, wenn nicht sogar den Tiefststand erreichen, wie diverse Finanzexperten prophezeien. Gute Aussichten also, wenn Sie einen Wohnungs- bzw. Hauskauf beabsichtigen.

Nach der Krise ist vor der Krise

Bis dato konnten also keine ausschlaggebenden Schwankungen im Wohnimmobilien-Sektor festgestellt werden. Nichtsdestotrotz stellen sich viele von uns nun aber wahrscheinlich die Frage, wie es weiter geht. Ist der Immobilienmarkt wirklich unsterblich? Laut dem Vorstandsvorsitzenden von Empirica, Reiner Braun, sind die entscheidenden Faktoren sowohl Zeitpunkt und Ausmaß der anschließenden Wirtschaftserholung als auch die Verfassung der Banken, wenn der Immobilienmarkt wieder zu wachsen beginnt. Es hängt also ganz davon ab, wie lange sich diese Corona-Krise halten wird. Wichtig sei aber auch, dass vor allem die Bautätigkeit so schnell wie möglich fortgesetzt werden kann, damit das Wohnungsangebot gehalten und ausgebaut werden kann. Dann werden sich, nach Angaben von Braun, auch die Kaufpreise generell ruhig verhalten.

Wohnen bleibt krisensicher

Zeit also, um aufzuatmen und sich aus der Schockstarre loszureißen. Wohl eines der wichtigsten Grundbedürfnisse der Menschheit – das sichere Dach über dem Kopf – bleibt also auch in solch ungewissen Momenten und Notständen krisensicher. Nutzen wir die Gelegenheit, uns Gedanken über die eigenen Vier Wände zu machen. Vielleicht möchte ja der ein oder andere bald einen Tapetenwechsel vornehmen und kann aus dieser Krise sogar Wert schöpfen. Der Markt hat einiges zu bieten und übersteht – wie die Corona-Pandemie aufzeigt – auch die größten Krisen.

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